Schwäbisch Hall / Kerstin Vlcek  Uhr
Der Starkholzbacher See wird von Algen und Hornkraut befreit. Der Förderverein wünscht sich mehr Regelmäßigkeit bei den Einsätzen.

Ein weiteres Mal ist der Starkholzbacher See voll mit Algen. „So ein Algenteppich macht keinen Spaß“, sagt Jan Müller, Vorstand des Fördervereins Starkholzbacher See. „Meine größte Angst ist, dass jemand in Panik gerät, sich in den Pflanzen verfängt und ertrinkt“, sagt Müller. Es seien auch zahlreiche Beschwerden von Naturliebhabern und auch von den Wirten der Gipsmühle eingegangen.

3000 Euro für Einsatz des Mähbootes

Am Montag und Dienstag sei aber wieder ein Mähboot im Einsatz, teilt die Stadtverwaltung Schwäbisch Hall mit. Die Kosten für solch einen Einsatz belaufen sich auf rund 3000 Euro. Obwohl die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gut sei, wie Müller betont, dauere es ihm zu lange, bis die Algen und das Hornkraut gemäht werden. „Wir wünschen uns da eine Regelmäßigkeit“, sagt der Vorsitzende. Ein Mähboot käme aber nur bei einer zu starken Vermehrung der Algen zum Einsatz, so die Stadt.

2015 mähte das Boot zum ersten Mal das Hornkraut in dem circa sechs Hektar großen und bis zu zweieinhalb Meter tiefen See. Seitdem ist das Gerät immer wieder Wasserpflanzen zu Leibe gerückt.

„In einem naturnahen Gewässer wie dem Starkholzbacher See ist Pflanzenbewuchs, und dazu gehören eben auch Algen, selbstverständlich und sogar gewünscht“, teil die Stadt auf Anfragen mit. Die Qualität des Gewässers als Badesee werde dadurch zunächst nicht beeinflusst.

Auch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg bescheinigt dem Starkholzbacher See in ihrer Badegewässerkarte eine „Ausgezeichnete Qualität“. Monatlich werde im See eine Wasserprüfung vom Gesundheitsamt vorgenommen, ergänzt Müller. Begünstigt werde das Algenwachstum durch Nährstoffe, die unter anderem durchs Düngen der Felder rundherum ins Wasser gelangen. Die Algen im Starkholzbacher See sind aber nicht der einzige Punkt, mit dem der Förderverein an die Stadt he­rangetreten ist. Es sollen außerdem noch große Bäume gepflanzt werden und die Baumstämme an der Grillstelle versetzt werden. Die Stadtverwaltung reagiert da­rauf und schreibt, dass diese
Arbeiten noch vor Beginn der Sommerferien erledigt werden sollen.

Ebenso wünscht sich der Förderverein einen barrierefreien Einstieg links von der Badeplattform. Dieser Einstieg mit Geländer scheitere bislang daran, dass noch keine Firma gefunden werden konnte, die ein entsprechendes Geländer anbringen könne, heißt es vonseiten der Stadt.

Jan Müller spricht auch noch die Randale rund um den See an. Immer wieder werden dort Partys gefeiert. Nach 22 Uhr sollte sich aber niemand mehr am See aufhalten. „Die Polizei soll Platzverweise aussprechen“, fordert Jan Müller.

Menschen sollen sich am See erholen können und auch der Schutz und die Ruhe für Vögel solle gewährleistet sein. Er wünsche sich, dass die Polizei zwei bis dreimal die Woche beim See nach dem Rechten sehe. Denn: „Das Naherholungsgebiet soll so erhalten bleiben.“

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Liste überwachter Badestellen

Die Badegewässerkarte der Landesanstalt für Umwelt gibt einen Überblick über die Badegewässer in Baden-Württemberg, die regelmäßig auf ihre Wasserqualität hin mikrobiologisch überwacht werden. Eine Übersicht auf www.lubw.baden-
wuerttemberg.de.