Explosionsschutz Stahl-Minus noch höher als zunächst gemeldet

Waldenburg / ht 15.06.2018

Im Vergleich zu den am 2. März veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen gibt es beim Umsatz keine Veränderungen (minus 6,3 Prozent), beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereinflüssen eine erhebliche Veränderung. Das Minus beträgt 10,7 Millionen Euro. Im Vorjahr lag das Ergebnis noch im positiven Bereich: 8,8 Millionen Euro.

Schwierige Marktbedingungen

Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent auf 268,5 Millionen Euro (2016: 286,6) zurück.

Im zurückliegenden Jahr schüttete die R. Stahl AG an ihre Aktionäre je Anteilsschein 0,60 Euro aus. Angesichts des erheblichen Verlusts, der umgerechnet auf die einzelne Aktie 3,28 Euro beträgt, will der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 keine Dividenden auszuschütten.

Für 2018 erwartet die Aktiengesellschaft eine deutliche Erholung der Ertragslage.

Der starke Einbruch der Nachfrage aus dem Öl- und Gassektor in den zurückliegenden Jahren habe gezeigt, dass R. Stahl Kosten- und Konzernstrukturen anpassen müsse, um auch unter schwierigen Marktbedingungen profitabel arbeiten zu können, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Mit höchster Priorität werde daher das Ziel verfolgt, die „zu hohe Komplexität“ in den Bereichen der Konzernorganisation, des Produktportfolios sowie der Prozesse und Systeme abzubauen und so die Effizienz von Abläufen und Prozessen zu steigern.

Effizienzprogramm läuft

Erreicht werden soll dies mit „R. Stahl 2020“, einem Effizienzprogramm zur weltweiten Neuausrichtung des Konzerns, das sich seit Anfang 2018 in der Umsetzung befindet. Im Fokus stehen dabei drei Maßnahmenfelder: Schaffung einer globalen Konzernorganisation mit konzernweit einheitlichen Prozessen, Optimierung des R. Stahl-Produktportfolios sowie der Harmonisierung der globalen IT-Systeme.

Handlungsspielräume schaffen

Mit diesen Maßnahmen werde die R. Stahl AG die notwendigen Voraussetzungen und Handlungsspielräume schaffen, um die sich marktseitig ergebenden Chancen für nachhaltiges und profitables Wachstum künftig deutlich besser nutzen zu können, schreibt das Unternehmen in der aktuellen Pressemitteilung. Bis Ende 2019 soll das Effizienzprogramm weitestgehend abgeschlossen sein.

Stahl sei mit einem soliden Auftragsbestand von 92,3 Millionen Euro zum 31. Dezember 2017 in das Jahr 2018 gestartet. Die guten konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft sowie in den Hauptabsatzmärkten und -branchen würden zuversichtlich stimmen, dass 2018 auch die Nachfrage nach Explosionsschutzprodukten zunehmen wird. Für 2018 geht der Vorstand von einer Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie Sondereinflüssen gegenüber 2017 im mittleren bis hohen zweistelligen Prozentbereich aus.