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Weilertunnel Stuttgarter Straße
Schwäbisch Hall / Tobias Würth Gutachter schließen derzeit Untersuchung zum Baugrund und zum Abwasser ab. Als nächstes soll die Stuttgarter Straße verlegt werden.

Die Stadtverwaltung hat sich mit dem Amtschef des Verkehrsministeriums, Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl, getroffen. Dabei wurden kürzlich Details für die weiteren Vorarbeiten zum Weilertunnel abgesprochen.

Das 399,80 Meter lange Bauwerk soll die Weilervorstadt vom Verkehr befreien. Vierspurig führt dann die Straße auf Höhe des Hotels Hohenlohe in den Berg und kommt an der Stuttgarter Straße wieder raus. Doch der Bau verzögert sich um mindestens drei Jahre. Grund: Der Boden ist brüchiger als angenommen. Und das genau an der Stelle, an der die Bahnlinie unterquert wird.

Hall in der Verantwortung

In der Besprechung in Stuttgart wurden zwischen der Stadt und dem Land offene Fragen zur Abwicklung dieser Baumaßnahme abgestimmt, schreibt das Ministerium. „Nun können alle Seiten die letzten Schritte in diesem Sinne zügig angehen“, bekräftigt Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim.

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Zum einen geht es ums Geld. Am bisherigen Plan werde festgehalten: Die Stadt übernimmt als Auftraggeber die Vergütung dieser Vorab-Leistungen und erhält vom Land eine Erstattung. „Zu den Kosten der noch durchzuführenden Planungsleistungen kann aktuell keine Aussage getroffen werden“, teilt das Ministerium auf Nachfrage mit. Der Gesamtpreis für das Bauwerk wurde im vergangenen Jahr mit 40 Millionen Euro beziffert. Es handelt sich dabei um eine Bundesstraße, daher werden wesentliche Teile nicht von der Stadt Hall, sondern vom Staat bezahlt.

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„Der Tunnel unterfährt die Bahnstrecke 4950. Insbesondere in diesem Bereich mussten von Oktober 2018 bis Januar 2019 noch aufwendige zusätzliche geologische Aufschlüsse und Erkundungsbohrungen durchgeführt werden“, steht in der Mitteilung des Ministeriums. Derzeit finden die Auswertungen der Ergebnisse und die Erstellung des abschließenden Baugrundgutachtens statt. „Aufbauend auf diesen Ergebnissen werde dann im Detail festgelegt, welche planerischen und baulichen Vorkehrungen im Bereich der Bahnlinie vorzusehen sind, um Setzungen an der Bahnlinie während des Baus des Tunnels sicher auszuschließen.“ Peter Klink, Baubürgermeister von Schwäbisch Hall, rechnet aber damit, dass in der Bauzeit eine besondere Befestigung der Eisenbahnschienen notwendig werde.

Einige meinten schon, die Spritzbetonwand an der Stuttgarter Straße eigne sich für Graffiti - jetzt ist das erste da.

Die wurde bereits im Gemeinderat vorgestellt. Fertige Brückenelemente müssten unter die Schienen montiert werden, um potenzielle Verschiebungen der Gleise auszuschließen. Die Verantwortung für diese Hilfskonstruktion, die nicht schwebt, sondern auf dem Boden aufliegt, bleibt bei der Stadt Hall. Klink lässt anklingen, dass er gerne mehr Verantwortung für die weiteren, komplexen Bauschritte ans Regierungspräsidium abgegeben hätte.

Weitere Verzögerung

Diese Verstärkungselemente können 2020 montiert werden. Die Bahn hat erst dann ein Zeitfenster zur Verfügung gestellt. Das Ministerium teilt mit: „Angestrebt wird, die Planung des Weiler-Tunnels so fortzuführen, dass die Vergabe des Tunnelrohbaus Ende 2020 erfolgt und mit dem Bau des eigentlichen Tunnels in der ersten Jahreshälfte 2021 begonnen werden kann.“ Bisher bestand die Hoffnung, damit schon Ende 2020 zu beginnen. Daran schließt sich eine rund dreijährige Tunnelbohrzeit an.

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Straße kommt in die Endposition

Noch verläuft die Stuttgarter Straße samt Geh- und Radweg auf einer provisorischen Trasse. Sie wird dauerhaft nach Süden vor die Spritzbetonmauer verlegt. Die Ausschreibungsunterlagen für diese Arbeiten liegen vor. Eine Veröffentlichung kann erst erfolgen, wenn die Fragen zur Hochwasserproblematik bei Starkregen geklärt sind, teilt das Verkehrsministerium mit.

Im vergangenen Jahr wurde die Baustelle zweimal überschwemmt. Das Wasser beschädigte Autos und Gebäude. Bevor der Radweg und die Straße ihre endgültige Lage erhalten, muss erst ein Gutachten abgewartet werden. Es soll ausgeschlossen werden, dass sich eine Überschwemmung wiederholt.

Die Verantwortlichen wollen mit dem Bau des Radweges in der zweiten Jahreshälfte beginnen. Sie sehen vor, den Geh- und Radweg immer „offen“ zu lassen. Es kann aktuell jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass der Radweg infolge der weiteren Baumaßnahmen für kurze Zeit gesperrt werden muss, teilt das Ministerium mit. „Sofern Sperrungen erforderlich werden, werden diese rechtzeitig angekündigt.“ tob