Flüchtlinge Stadt mietet das zweite Obergeschoss

Schwäbisch Hall / SWP 26.05.2017
Die Asylunterkunft in der Schwäbisch Haller Schmollerstraße wird künftig doppelt genutzt.

Im Herbst 2015 und Frühjahr 2016 kamen viele Flüchtlinge in den Landkreis Schwäbisch Hall. Deshalb steigt jetzt die Zahl der Flüchtlinge, die von der vorläufigen Unterbringung in die Anschlussunterbringung kommen. Dadurch müssen die Städte und Gemeinden weiterhin Wohnraum bereitstellen.

Die Kreisverwaltung ist für die vorläufige Unterbringung zuständig, die Stadt für die Anschlussunterbringung. Die Gemeinschaftsunterkunft in der Hessentaler Schmollerstraße 31, die bisher nur für die vorläufige Unterbringung von Geflüchteten gedacht war, wird künftig teilweise auch als Anschlussunterbringung dienen. Die Landkreisverwaltung und die Stadtverwaltung haben sich in einem Mietvertrag auf eine gemeinsame Nutzung der Unterkunft  geeinigt.

Platz für maximal 30 Personen

Die Stadt mietet mit dem zweiten Obergeschoss einen kleinen Teil des Gebäudes an. Der Verwaltung stehen zehn Zimmer mit zwei bis fünf Betten zur Verfügung. Maximal 30 Personen können dort untergebracht werden.

„Die seit kurzem fertiggestellte Unterkunft in der Schmollerstraße bietet genug Platz, um diese nicht nur als Gemeinschaftsunterkunft der vorläufigen Unterbringung, sondern auch als Anschlussunterbringung zu nutzen“, heißt es in einer Mitteilung. 

Derweil kann die Landkreisverwaltung im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss insgesamt 173 Personen vorläufig unterbringen. Denn nach einer gesetzlichen Regelung stehen ab dem 1. Januar 2018 jedem Flüchtling sieben Quadratmeter Wohn- und Schlafraum in der vorläufigen Unterbringung zur Verfügung. Deshalb konnten überwiegend 3er- und 5er-Zimmer ausgestattet werden. Zusätzlich zu den Gemeinschaftsräumen wird ein Hausaufgaben- und Spielzimmer eingerichtet.

Landrat Gerhard Bauer betont laut Mitteilung, dass sowohl Landkreis- als auch Stadtverwaltung der gesetzlichen Aufgabe nachkommen müssten, die Unterbringung von Flüchtlingen zu gewährleisten. In der Schmollerstraße könne vielen Geflüchteten ein Zuhause geboten werden.