Schwäbisch Hall Staatliches Hochbauamt Hall verabschiedet Leiter Wolfgang Tiemann

Wolfgang Tiemann (Mitte) wird als Leiter des Staatlichen Hochbauamtes Schwäbisch Hall verabschiedet. Bei der Feier im Sparkassen-Atrium im Solpark sind unter anderem dabei (von links): Oberfinanzpräsidentin Andrea Heck, der neue Leiter Wilfried Feindura, Staatssekretär Ingo Rust und Halls Erste Bürgermeisterin Bettina Wilhelm.
Wolfgang Tiemann (Mitte) wird als Leiter des Staatlichen Hochbauamtes Schwäbisch Hall verabschiedet. Bei der Feier im Sparkassen-Atrium im Solpark sind unter anderem dabei (von links): Oberfinanzpräsidentin Andrea Heck, der neue Leiter Wilfried Feindura, Staatssekretär Ingo Rust und Halls Erste Bürgermeisterin Bettina Wilhelm. © Foto: Ufuk Arslan
Schwäbisch Hall / VERENA BUFLER 25.11.2014
Fast zwölf Jahre lang stand Wolfgang Tiemann an der Spitze des Staatlichen Hochbauamtes Schwäbisch Hall. Am Freitag wurde er vor rund 100 Gästen verabschiedet. Sein Nachfolger heißt Wilfried Feindura.

Wo in der Stadt ist das Staatliche Hochbauamt und wofür ist es zuständig? Darüber weiß die Öffentlichkeit nur wenig, sagt Oberfinanzpräsidentin Andrea Heck bei der Amtseinführung des neuen Leiters der Behörde Wilfried Feindura.

Das Amt hat seinen Sitz in der Dolanallee und ist eines von sechs Staatlichen Hochbauämtern in Baden-Württemberg. Die Landesbehörde baut im Auftrag des Bundes. Sie beschäftigt derzeit 54 Mitarbeiter und betreut etwa 670 Gebäude. "Die Aufgaben sind vielfältig", sagt Staatssekretär Ingo Rust bei der Feier am Freitag im Sparkassen-Atrium. "Wir planen und beaufsichtigen den Bau für die Bundespolizei, den Zoll, den Technischen Hilfsdienst und viele mehr." "Allein das Spektrum innerhalb der Bundeswehr ist riesig", so Rust weiter. Der Bundeswehrstandort Niederstetten im Main-Tauber-Kreis, wo der Transporthubschrauber NH 90 stationiert werden soll, bildet aktuell den Schwerpunkt der Bautätigkeit. "Es ist der schönste Meilenstein meiner 18-jährigen Tätigkeit beim Staatlichen Hochbauamt", sagt Wolfgang Tiemann. Unter seiner Leitung hat die Behörde ihren Bereich weit über die Landesgrenzen ausgeweitet und nimmt mittlerweile Aufträge aus Indien oder den USA an.

Wolfgang Tiemann wurde 1948 in Holzminden (Niedersachsen) geboren. Nach seinem Ingenieurstudium in Mainz und dem Architekturstudium in Stuttgart arbeitete er zunächst in einem Stuttgarter Architektenbüro. 1978 wechselte er zum Staatlichen Hochbauamt Heilbronn, wo er den Bau des Behördenzentrums Heilbronn leitete. "Es steht noch heute und ist mängelfrei", sagt Wolfgang Tiemann über seinen "ersten Kraftakt" als junger Architekt. 1983 wechselte er ans Staatliche Hochbauamt Stuttgart, wo er Bautätigkeiten für die Polizei betreute. Im Oktober 1995 folgte der Ruf ans Staatliche Hochbauamt Schwäbisch Hall. Von September 2002 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im März 2014 war er dort Amtsleiter.

Heute hört er Klassik, früher spielte er in einer Rockband

Ein Faible hat Wolfgang Tiemann für die Kunst am Bau. Er hört gerne klassische Musik und wird vom früheren Personalrat Werner Setzer für sein "ausgleichendes Wesen" gelobt - wenngleich es bei ihm in jungen Jahren als Musiker in einer Rockband etwas umtriebiger zugegangen ist. In seinem Ruhestand will sich Wolfgang Tiemann zusammen mit seiner Ehefrau den schönen Dingen widmen: Er liebt seinen Garten und mediterrane Pflanzen, unternimmt Kulturreisen nach Spanien, Italien und Süd-Frankreich, wo er seine Eindrücke in architektonischen Skizzen festhält. "Ich wünsche Ihnen ein gutes Einarbeiten zu Hause", sagt Staatssekretär Rust und fügt mit Blick auf Tiemanns Ehefrau schmunzelnd hinzu: "Sie sind jetzt nicht mehr Vorsteher."

Diese Aufgabe übernimmt im Amt seit März Oberbaurat Wilfried Feindura. Sein Gesicht ist in Schwäbisch Hall gut bekannt: Seit 1989 ist er für das Staatliche Hochbauamt tätig. Feindura wurde 1959 in Singen am Hohentwiel geboren. Er studierte Architektur in Stuttgart und Oregon. Seit 1982 lebt er in der Kocherstadt. "Das Ziel der Stadt Hall, weiter zu wachsen, kommt uns sehr entgegen", sagt er an Erste Bürgermeisterin Bettina Wilhelm gerichtet. Diese sichert dem neuen Leiter des Hochbauamts die Unterstützung der Kommune zu. "Es gibt nicht viele Berührungspunkte, aber wo Sie uns brauchen, sind wir da." Ein Satz von Wilfried Feindura dürfte die Stadtoberen aufhorchen lassen. Als Sohn eines Bundesbahn-Beamten fühlt er sich mit der Eisenbahn bis heute verbunden - und hat konkrete Pläne für den Bahnhof Hessental: "Ich hege den Traum, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben möge den Bahnhof übernehmen und zu einem modernen Reisezentrum machen." Dafür bekommt er Applaus.

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