Freizeit Spiel-Golfanlage soll neue Freizeitattraktion werden

Diese Spielgolfanlage steht in der Nähe von Günzburg. Die am Finsterroter See könnte, auf die dortigen Verhältnisse zugeschnitten, ähnlich aussehen.
Diese Spielgolfanlage steht in der Nähe von Günzburg. Die am Finsterroter See könnte, auf die dortigen Verhältnisse zugeschnitten, ähnlich aussehen. © Foto: Diese Spielgolfanlage steht in der Nähe von Günzburg. Die am Finterroter See könnte, auf die dortigen Verhältnisse zugeschnitten, ähnlich aussehen. Foto: privat
Wüstenrot / Gustav Döttling 09.06.2018

Die Wüstenroter Gemeinderäte sind begeistert. „Ich finde das Projekt toll, das wird mit Sicherheit eine weitere touristische Attraktion für unsere Gemeinde.“ Mit diesen Worten befürwortet Frank Greiner, Gemeinderat und Finsterroter Ortsvorsteher, den Plan privater Investoren. Die wollen auf einem an den Finsterroter See angrenzenden Grundstück eine Spielgolfanlage bauen. Dieses Vorhaben passe zu dem von der Gemeinde gewünschten sanften Tourismus.

Ihr Spielgolfprojekt wollen Gerhard Hantschk und seine Frau, Waltraud Bernhardt-Hantschk, wenn möglich noch in diesem Jahr in Angriff nehmen. Daher hat das Pächter-Ehepaar des Kiosks mit Seeterrassen und Bootsverleih bei der Gemeinde eine Bauvoranfrage gestellt. Einstimmig hat der Wüstenroter Gemeinderat dem nichtprivilegierten Vorhaben im Außenbereich sein Einvernehmen erteilt.

Freizeitwert soll steigen

„Die Verwaltung ist der Ansicht, dass der Bau einer Spielgolfanlage zur Steigerung des Freizeitwertes am Finsterroter See beitragen wird“, erklärt Bürgermeister Timo Wolf. Bevor die Pächter-Familie ihre Idee verwirklichen kann, sind noch einige bürokratische Hürden zu überwinden. Der Flächennutzungsplan weist das Grundstück von Hans-Jürgen Roth, auf dem die Freizeitanlage entstehen soll, teilweise als Wald aus. Auch das angrenzende Naturschutzgebiet könnte die Erteilung einer Baugenehmigung erschweren. Da es sich um ein sonstiges, nach dem Baugesetz nicht privilegiertes Bauvorhaben im Außenbereich handle, müsse die Baurechtsbehörde prüfen, ob eine Waldumwandlung sowie  naturschutzrechtliche Auflagen nötig seien, erläuterte der Wüstenroter Schultes. Kein Problem sieht der Bürgermeister bei der Erreichbarkeit des im hinteren Teil des Seegrundstücks angrenzenden Areals: „Die wegemäßige Erschließung erfolgt über den öffentlichen Seeweg.“ Damit sei eine Anbindung an eine öffentliche Verkehrsfläche gesichert und Parkplätze seien zu Fuß erreichbar. Er halte den Bau der Freizeitanlage für die sinnvolle Schließung einer Lücke zwischen dem Seegelände und dem in der Nähe beginnenden Dachsi-Pfad, so Wolf. „Bei einer Waldumwandlung sind Ausgleichsmaßnahmen nötig“, erkärt Förster Remo Fuchs vom Kreisforstamt auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Auf die Idee, eine Minigolfanlage zu bauen, sind wir gemeinsam mit unserem Nachbarn gekommen“, berichtet Gerhard Hantschk. Man habe zusammen überlegt, was man außer Badebetrieb, Spielplatz, Bootsverleih und Gastronomie noch am See anbieten könne, um das Gewässer für Besucher attraktiver zu machen. Die Kosten für eine Spielgolfanlage auf dem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück würden in einem hohen fünfstelligen Bereich liegen, berichtet Gerhard Hantschk.

„Das Wichtigste ist das Genehmigungsverfahren. Planung und Bau gehen relativ schnell“, sagt Frank Wiese, einer der beiden Geschäftsführer des Spielgolfanlagen-Bauers Trendsport aus Tiefenbach in Niederbayern. Die Spielbahnen würden individuell auf das Gelände und die Wünsche des Kunden zugeschnitten geplant und gebaut. Ideal wäre es, wenn man im Herbst mit dem Bau beginnen könne. Dann sei die Spielgolfanlage zum Saisonstart 2019 spielbereit.

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