Braunsbach Sparkurs in Braunsbach

Januar 2011: Ein Hochwasser lässt den Kocher bei Braunsbach den Wohnhäusern gefährlich nahe kommen. Archivfoto: Claus-Peter Rausch
Januar 2011: Ein Hochwasser lässt den Kocher bei Braunsbach den Wohnhäusern gefährlich nahe kommen. Archivfoto: Claus-Peter Rausch
ELVIRA PROBST-LIPSKI 31.12.2013
In der letzten Gemeinderatssitzung im ablaufenden Jahr hat der Gemeinderat für 2013 einen Kredit in Höhe von 350000 Euro genehmigt.

Kämmerer Bernd Kluger informierte den Gemeinderat über eine erneute Kreditaufnahme bei der Bank DG Hypo in Höhe von 350000 Euro. Der Zinssatz liege bei 2,97 Prozent, die Laufzeit sei auf 20 Jahre angelegt. Ergänzend fügte der Kämmerer hinzu, dass er die Kreditlinie bis zur Beratung des Etats 2014 um 200000 Euro erhöhen möchte. Tageweise sei ein höherer Kreditrahmen erforderlich, da zur Zeit vor allem wegen der Hochwasserschutzmaßnahmen viele Rechnungen im Rathaus ankämen. Die Zuschüsse aus Stuttgart träfen nicht so schnell wie erhofft ein.

Das Gremium stimmte zu. Lediglich Manfred Leu war dagegen. Er fragte, ob die Gemeinde zur Zeit "platt" sei und womöglich irgendwann bankrott?

Kämmerer Kluger erwiderte, dass die Verwaltung alles, was möglich sei, geschoben habe. Man müsse auch mal nichts machen. "Wenn dieses Tempo so weiter geht, geht wirklich irgendwann gar nichts mehr." Eine Gemeinde habe Pflichtaufgaben, die müssten erledigt werden. "Es darf nichts Neues hochkommen." Die nähere Zukunft werde so aussehen, dass nur noch laufende Maßnahmen zu Ende gebracht werden. "In den Folgejahren können wir nicht viel tun. Unbedingte Haushaltsdisziplin ist angesagt."

Esther Gronbach erinnerte daran, dass man in der Vergangenheit immer wieder auf die Verschuldung hingewiesen habe. "Ich finde den Zustand besorgniserregend."

Bürgermeister Harsch beruhigte. Fördermittel kämen manchmal überraschend schnell, dann sei der Engpass überwunden. "In den nächsten Jahren werden wir nicht mehr so viele große Maßnahmen auf einmal machen."

Der stellvertretende ehrenamtliche Bürgermeister Walter Falk sprang Harsch zur Seite und sagte, dass man Pflichtaufgaben habe. Als Beispiel nannte er die Auflage, innerhalb von zehn Jahren alle Teilorte an die Kläranlage anzuschließen. "Manches wird einem aufgedrückt, zum Beispiel die Hochwasserschutzmaßnahmen. Gesetzliche Aufgaben haben immer Vorrang."