Schwäbisch Hall Skatenight auf dem Haller Adolf-Würth-Airport

Schwäbisch Hall / Kerstin Vlcek 30.07.2018
Mehr als 1500 Besucher sind nach Schwäbisch Hall-Hessental auf den Adolf-Wüth-Airport gekommen, um bei der ersten Auflage der Skatenight dabei zu sein.

Wie ein Blitz saust die neunjährige Loana auf ihren Inlineskates vorbei. Sie und ihre Mama Anne, ihr Papa Jan und ihr siebenjähriger Bruder Matheo Messow lassen sich die erste Skatenight auf dem Hessentaler Adolf-Würth-Airport nicht entgehen. „Es ist super, dass meine Kinder nicht auf der Straße fahren müssen“, sagt Anne Messow.

Die Familie und mehr als 1500 Besucher sind am Samstag nach Hessental gefahren, um auf der 1540 Meter langen Start- und Landebahn des Flugplatzes ihre Runden zu drehen. Auf Inlineskates, Longboards, Fahrrädern, Hoverboards oder Rollern. Ein paar sind auch zu Fuß unterwegs und genießen es, auf der beleuchteten Bahn gemütlich zu spazieren.

Organisiert hat das Event Sven Knudsen vom Haller Segelfliegerclub. Die Idee kam ihm spontan. Er war davon überzeugt, dass sich die Bahn bestens für Inlineskater anbietet. „Gott sei Dank ist sie nach dem kurzen Regenschauer gegen 18 Uhr wieder schnell getrocknet“, erklärt er, während er schaut, ob bei der Kasse für Essen und Getränke alles gut läuft. Er selbst hat auch seine Inlineskates angeschnallt, um die langen Wege zwischen den einzelnen Stationen schnell zurückzulegen. Da ist der ehemalige Eishockeyspieler auch schon wieder mit ordentlichem Tempo zum nächsten Stand unterwegs.

Auch Filippo Lanza hat seine Töchter eingepackt, um eine paar Runden auf dem Flugplatz zu skaten. „Es ist ganz toll, hier zu fahren. Ein Parcours oder eine Halfpipe wären noch super.“

Die Dämmerung setzt langsam ein, der Himmel leuchtet rosa und gelb. Bei der Chillout Bar am Ende der 1540  Meter langen Bahn haben es sich die Hobbysportler in Liegestühlen bequem gemacht und beobachten den Sonnenuntergang und die anderen Skater. Fabian Mugele von den Haller Segelfliegern,  und an diesem Abend verantwortlich für die Bar, meint, sie hätten den besten Platz. „Wir haben den besten Blick auf den Sonnenuntergang und die Bahnbeleuchtung“, freut er sich. Um wieder zurück zu den Essensständen und dem Flugplatzeingang zu kommen, dürfen ein paar der Besucher im Follow-Me-Car von Denise Koßatz Platz nehmen. Sie arbeitet eigentlich am Frontdesk und in der Verwaltung des Flugplatzes, hat aber an dem Abend freiwillig ein paar Kontrollfahrten entlang der Strecke übernommen. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Leute kommen. Eine echt tolle Aktion“, meint sie.

Foodtrucks und Livemusik

Beim Hangar der Firma Würth steht Peter Wohlleben, Geschäftsführer Flugplatz GmbH, und lässt das bunte Treiben auf sich wirken. „Sven Knudsen kam mit der Idee der Skatenight auf uns zu und wir waren sofort davon begeistert.“ Für ihn war klar, dass die Flugvereine und der Flugplatz das Event zusammen ausrichten. Dafür wurde der Airport ab 16 Uhr für den Flugverkehr gesperrt. „Ich könnte mir gut vorstellen, so eine Skatenight jedes Jahr zu machen.“ Er spinnt die Idee noch weiter, spricht von Foodtrucks und Livemusik. Da es die erste Skatenight ist, wollten sie aber einmal schauen, wie das Event ankommt und erste Erfahrungen sammeln.

Auch wenn es bei der Skatenight vorwiegend um Spaß geht, soll auch auf die Sicherheit geachtet werden. Am Eingang weist ein Schild die Besucher darauf hin, eine komplette Schutzausrüstung zu tragen, nur so schnell zu fahren, dass man rechtzeitig bremsen kann und auf die hervorstehende Beleuchtung im Boden zu achten.

Ebenso gibt es diverse Notfallpläne, falls auf dem Flugplatz etwas passieren sollte. „Die Besucher können dann in alle Richtungen ausweichen. Auch das THW und das DRK sind vor Ort, damit für den Notfall vorgesorgt ist“, so Knudsen. Jetzt heißt es für Organisator und Flugplatz auszuwerten, ob sich das Event gelohnt hat. Hört man sich bei den Besuchern um, dann allemal.

Den Flugplatz von einer anderen Seite zeigen

Zwischen 5000 und 6000 Euro beziffert Organisator Sven Knudsen vom Haller Segelfliegerclub die Ausgaben für die Skatenight. 60 freiwillige Helfer von THW über DRK bis hin zu Ordnern sorgen dafür, dass die Skatenight ein gelungenes Event für die ganze Familie wird. Damit auch keine Flugzeuge auf dem Adolf-Würth-Airport während des Festes landen, hat Peter Wohlleben, Geschäftsführer Flugplatz GmbH, eine Genehmigung beim Regierungspräsidium Stuttgart, der Aufsichtsbehörde des Flugplatzes, eingeholt. Schnell gab es aus Stuttgart grünes Licht. „Ziel des Events ist es auch, den Flugplatz mal von einer anderen Seite zu zeigen“, so Wohlleben. kv

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