Schwäbisch Hall Serie: sechs neue Mitglieder im Haller Gemeinderat - Michael Reber (1)

Schwäbisch Hall / CUS 24.07.2014
Er tritt in die Fußstapfen seines Vaters: Michael Reber (CDU) folgt auf Hans Reber, der einst den Platz seines Vater im Haller Stadtrat eingenommen hatte.

"Wenn ich nicht hinter etwas stehen kann, dann kann ich auch nicht zustimmen", macht Michael Reber deutlich. Ein konkretes Ziel für die nächsten fünf Jahre hat der 42-Jährige nicht. Er möchte die Kommunalpolitik mitgestalten, nicht nur abnicken, seine Meinung positionieren.

Von Fraktionszwang hält er nichts. Mit Blick auf beispielsweise richtungsweisende Themen in der Energiepolitik sieht er sich Bündnis 90/Die Grünen näher als der CDU, deren grundsätzliche Weltanschauung ihm aber "am sympathischsten ist".

Reber hält es für wichtig, dass auch Landwirte wie er im Kommunalparlament mitentscheiden, "da in einer wachsenden Stadt mit passender Infrastruktur auch der Flächenverbrauch weiter zunehmen wird." Der Diplom-Argraringenieur (FH) hat den Hof seines Vaters Hans Reber übernommen. Neben Mastbetrieb mit 1200 Schweinen baut Reber vor allem Gerste und Weizen als Schweinefutter an, hat Silomais, bewirtschaftet 20 Hektar Grünland und betreibt eine Biogasanlage. Er mag die Arbeit in der Natur, täglich neue Herausforderungen zu meistern, relativ frei in seinen Entscheidungen zu sein.

Sein erster Eindruck vom Haller Gemeinderat sei gut gewesen, denn er sei von allen offen empfangen worden. Er hat bereits einen großen Ordner an Unterlagen, um drei Sitzungen von Ausschüssen vorzubereiten. Den Zeitaufwand schätzt er auf drei bis vier Stunden pro Sitzung.

Warum engagiert sich Reber überhaupt ehrenamtlich kommunalpolitisch? "Bis vor zwei Jahren habe ich noch gesagt, dass ich das nicht machen werde, aber mit 40 habe ich mir neue Gedanken ums Leben gemacht und entschieden, mich doch zu engagieren", antwortet Reber. Auch in seiner Familie werde traditionell zu verschiedenen kommunalpolitischen Themen diskutiert, verschiedene Standpunkte vertreten.

Von seinem Vater Hans Reber habe er in dem Zusammenhang gelernt, dass es nichts bringe, nur zu schimpfen. Wenn man etwas verändern will, dann müsse man auch handeln, etwas dafür tun.

Zur Person vom 24. Juli 2014

Michael Reber wurde am 10. Februar 1972 in Schwäbisch Hall geboren. Dort ist er aufgewachsen. 1991 machte er Abitur am Erasmus-Widmann-Gymnasium, von 1993 bis 1997 studierte er Agrarwissenschaften an der Fachhochschule Nürtingen. Abschluss: Diplom-Agraringenieur (FH). Danach leistete er 15 Monate Zivildienst als Betriebshelfer beim evangelischen Bauernwerk in Hohebuch. Michael Weber hat den landwirtschaftlichen Hof seines Vaters Hans Reber in Gailenkirchen übernommen, wo er mit seiner Frau und den Kindern (Tochter 7 Jahre, Sohn 14 Jahre) lebt. Reber ist im Gesamtvorstand des Kreisbauernverbands und im Aufsichtsrat der BAG Hohenlohe. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie.

CUS

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