Schwäbisch Hall Schwarzfischer am Kocher muss büßen

Was mit den illegal aus dem Kocher geangelten Fischen passiert ist, blieb dem Gericht verborgen. Der Angeklagte ist nicht erschienen. Archivfoto: Thumi
Was mit den illegal aus dem Kocher geangelten Fischen passiert ist, blieb dem Gericht verborgen. Der Angeklagte ist nicht erschienen. Archivfoto: Thumi
HEY 22.11.2013
Wegen Fischwilderei muss ein 31-Jähriger eine Strafe von 250 Euro zahlen. Seine beschlagnahmten Angeln bekommt er nicht zurück.

Am 9. September letzten Jahres wurde der angeklagte 31-Jährige in Ottendorf am Kocher-Ufer beim Angeln beobachtet. Es stellte sich heraus: Er besaß keinen Angelschein und auch keine Angelkarte. In Deutschland sind aber ein Fischereischein als Nachweis der Fähigkeit und ein Gewässerschein als Berechtigung durch den Pächter des Flussabschnittes Pflicht. Vier Angelruten mit Zubehör hatte er an den Fluss mitgebracht. In einem abgestellten Wassereimer neben ihm schwammen zwei lebende Fische.

Das Amtsgericht Schwäbisch Hall erließ wegen Fischwilderei einen Strafbefehl über eine Geldstrafe von zehn Tagessätzen zu 25 Euro, also in der Summe 250 Euro. Der Schwarzangler legte dagegen Einspruch ein. Er wollte seine polizeilich sichergestellte Angler-Ausrüstung zurückhaben. Doch das sollte nicht so einfach werden. Zur Verhandlung vor dem Haller Amtsgericht, die jetzt anberaumt war, erschien der Schwarzangler nicht. Möglicherweise war ihm die Anreise zu weit. Er wohnt inzwischen in der Nähe von Hamburg. Auf Antrag des Staatsanwalts wurde sein Einspruch gegen den Strafbefehl vom Richter verworfen. Der 31-Jährige muss die Strafe zahlen und bekommt auch die beschlagnahmten Angeln nicht zurück. Was mit den beiden lebenden Fischen im Eimer passiert ist, wurde vor Gericht nicht bekannt.