Die vergangenen Tage und Wochen sind für den Landkreis Schwäbisch Hall in Sachen Corona allgemein ganz gut verlaufen. Die Zahl der Neuinfektionen bleibt überwiegend niedrig, die 7-Tages-Inzidenz stabil und die Impfungen gehen gut voran. Doch nun gibt es schlechte Neuigkeiten. Wie das Landratsamt mitteilt, ist die erstmals in Großbritannien nachgewiesene Mutationsvariante des Coronavirus mittlerweile auch vermehrt im Kreisgebiet festgestellt worden. Mutationen gelten als hochansteckend, verbreiten sich schneller als die bisherige Variante des Coronavirus und machen bundesweit vermutlich schon einen zweistelligen Prozentbereich der Neuinfektionen aus. „Durch die noch größere Ansteckungsgefahr wird die Kontaktnachverfolgung sehr aufwendig“, sagt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Pascale Welisch. „Vom Land werden die positiven Corona-Tests flächendeckend auf Mutationen untersucht, wodurch wir ein bis zwei Tage nach dem Ersttestergebnis vom Vorliegen einer Variante erfahren.“
Da das zunehmende Auftreten von Mutationsvarianten die Eindämmung der Pandemie erschwert, die nächtliche Ausgangssperre ab Donnerstagabend nicht mehr gilt und sich die Faschingstage nähern, appelliert Landrat Gerhard Bauer erneut an die Bürger, die Corona-Vorschriften zu befolgen: „Jetzt gilt es umso mehr, sich an die AHA-Regeln zu halten, Kontakte zu vermeiden und regelmäßig zu lüften.“