Die Kämmerei der Gemeinde Michelbach hat Erfreuliches zu melden. Die Ergebnisrechnung liegt bei 2,31 Millionen Euro. Die Finanzrechnung ergab einen Endbestand an Zahlungsmitteln zum 31. Dezember von mehr als 3,81 Millionen Euro. Die Nettoinvestitionsrate, die sich aus der Differenz aus Zahlungsüberschuss im Ergebnishaushalt minus Tilgung errechnet, beträgt 1,045 Millionen Euro. Sehr positiv nahm der Gemeinderat den Rückgang der Verschuldung zur Kenntnis. Sie liegt mit 973 786 Euro erstmals wieder unter einer Million Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug zum Jahresende 2017 exakt 285,90 Euro.

Mehr als erwartet nahm die Gemeinde bei den Steuern und den Schlüsselzuweisungen des Landes ein. Das führt allerdings 2019 zu geringen Zuweisungen vom Land und höheren Umlagen an den Kreis. Der rasche Verkauf der Grundstücke im neuen Baugebiet Taubental spülte rund eine Million Euro in die Gemeindekasse. Geplant war der Verkauf über mehrere Jahre. Mehreinnahmen gab es auch bei den Wasser- und Abwassergebühren durch einen höheren Verbrauch und mehr Abwasser. Sie werden aber mit der nächsten Gebührenberechnung wieder an die Bürger zurückgezahlt.

Stattlicher Überschuss

Einsparungen gegenüber dem Planansatz gab es etwa beim Personal, bei den Heizkosten und bei den Zinszahlungen. Das führte im Ergebnishaushalt zu einem Zahlungsmittelüberschuss von 1,24 Millionen Euro. Bisher war das die Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt. In die Rücklage kann Michelbach fast 2,31 Millionen Euro einzahlen.

Stark erhöht hat sich der Zuschussbedarf für die Kinderbetreuung. Er ist von rund 530 000 Euro im Jahr 2015 auf fast das Doppelte, nämlich auf 1,056 Millionen Euro in 2017 gestiegen. Zum Trend finanziell besser gestellter Kommunen, den Elternbeitrag komplett abzuschaffen, meinte Bürgermeister Dörr, das Land sollte das allen Gemeinden ermöglichen, damit sie gleichgestellt und junge Familien entlastet werden. Zur erfreulichen Schuldenentwicklung sagte Dörr, es sei richtig gewesen, die Verschuldung konsequent, aber nicht zulasten der Infrastruktur zu senken. In den nächsten Jahren will er mehr Mittel in den Straßen- und Wegeunterhalt fließen lassen.

Eine wichtige geplante Investition für die Versorgungssicherheit von Gschlachtenbretzingen ist der Bau einer zweiten Wasserleitung. Die Gemeinde hofft, 2019 mit ihrem Förderantrag berücksichtigt zu werden. Das Michelbacher Ratsgremium hat die Jahresrechnung durch einen Beschluss einstimmig festgestellt.