Volkstrauertag Schüler gestalten Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Die neue kleine Trauerhalle auf der Haller Waldfriedhof bietet Platz für etwa 35 Angehörige. Beim Volkstrauertag wird sie samt der Urnenkammern ihrer Bestimmung übergeben.
Die neue kleine Trauerhalle auf der Haller Waldfriedhof bietet Platz für etwa 35 Angehörige. Beim Volkstrauertag wird sie samt der Urnenkammern ihrer Bestimmung übergeben. © Foto: Ufuk Arslan
Schwäbisch Hall / LYDIA-KATHRIN KNIRSCH 17.11.2014
"Wir sollten Frieden nie als Selbstverständlichkeit ansehen. Auch nicht allein als Geschenk, sondern als Aufgabe an uns, ihn zu bewahren", sagt eine junge Schülerin des Erasmus-Widmann-Gymnasiums.

Gemeinsam mit Schulkameraden und den Lehrern Matthias Imkampe und Herbert Kohl gehört die junge Frau zu denen, die gestern am Volkstrauertag bei der zentralen Gedenkfeier auf dem Haller Waldfriedhof an Kriegstote und Opfer von Gewaltherrschaft erinnern.

Rund 80 Frauen und Männer sind gekommen, um den Worten der Schüler zu lauschen und mit ihnen der Verstorbenen zu gedenken. Die Schüler haben sich im Religions- und Geschichtsunterricht mit dem Thema Krieg und Frieden beschäftigt und sich im Zuge dessen auf Exkursion in die Vogesen begeben. Einen Tag waren sie auf dem im Ersten Weltkrieg stark umkämpftes Hartmannsweilerkopf in den Vogesen. 33000 Deutsche und Franzosen ließen dort ihr Leben.

Die Spuren der blutigen Vergangenheit sind auch heute noch deutlich zu erkennen. Das haben die 22 jungen Menschen vor Ort gesehen und ihre Eindrücke niedergeschrieben. "Der Menschenfresserberg strahlt heute Ruhe und Frieden aus. Die Natur hat das ehemalige Schlachtfeld zurückerobert", schildert ein Schüler seine Eindrücke. "Vogelgezwitscher und wohltuende Sonnenstrahlen nimmt man dort wahr", ergänzt eine Schülerin.

Doch schließe man die Augen, dann wisse man, dass das nicht immer so war, sind sich die jungen Referenten einig. Verrosteter Stacheldraht, unzählige Granatenkrater und die alten Schützengräben würden auch heute noch die Umgebung des Hartmannsweilerkopfs prägen. Die eindrucksvolle Kulisse scheint bei den Schülern Spuren hinterlassen zu haben: Viele wirken nachdenklich. Zu viele Menschenleben hat der Erste Weltkrieg gefordert. Das ist den Schülern bei ihrer Exkursion klargeworden. Jetzt wollen die jungen Leute dazu beitragen, dass so etwas nicht mehr geschehen kann. Sie erkennen, wie bedeutend Frieden ist und wie unabdingbar, ihn zu bewahren.

"Wir haben selbst nie einen Krieg miterlebt. Wir kennen nur den Frieden", bringt es eine Schülerin auf den Punkt. "Umso mehr sollten wir es schätzen lernen, wie gut wir es haben. Denn obwohl Frieden für uns selbstverständlich ist, ist es wichtig, das Thema Krieg nicht zu vergessen", mahnt sie. Ein anderer ergänzt: "Wir sollten die Augen aufmachen und aus unserer Geschichte lernen - wie George Santayana einst sagte: ,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist verdammt, sie zu wiederholen." Auch der Haller Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim findet deutliche Worte dafür, wie wichtig es auch heute noch ist, zu erinnern. "Wir sind froh, dass unsere jungen Generationen die Schrecken des Krieges nicht miterleben mussten. Wir sind auch froh, inmitten der Europäischen Union zu leben, in der ein hohes Maß an Frieden herrscht." Dennoch sei die Welt auch heute nicht friedlich. Pelgrim nennt die schrecklichen Kämpfe in Syrien, die kriegerischen Auseinandersetzungen im Gazastreifen oder die Situation in der Ukraine.

"Die Konflikte sind so radikal geworden, dass man sich fragen muss, welche Seite schlimmer und radikaler vorgeht." Versklavung und Mord dürfe es nicht mehr geben. "Unsere Gesellschaft muss Schranken setzen", so Pelgrim. Deshalb sei es so wichtig, die Erinnerung auch in die Zukunft zu tragen.
 

Volkstrauertag 16.11. 2014 – Gedenkfeier am Waldfriedhof
Texte der Schülerinnen und Schüler
 
Einführung (H. Kohl)
Verehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler,
Am 14.Oktober gingen 22 Schülerinnen und Schüler des Erasmus Widmann Gymnasiums und zwei Lehrer auf eine historische Exkursion. Diese Studienfahrt sollte sie an einen der Schauplätze des Ersten Weltkriegs führen. Doch war es keiner der oft genannten Schreckensorte wie Verdun oder Ypern, sondern ein Vorberg der Vogesen, gelegen im damals noch zum Deutschen Reich gehörenden Elsass. Dieser Ort, der Hartmannsweilerkopf, war uns beiden Lehrern, Matthias Imkampe und mir, Herbert Kohl, bis zu unserer gemeinsamen Unternehmung kein Begriff gewesen. Erst eine kurz zuvor gezeigte Fernsehdokumentation hatte uns auf diesen heute in Frankreich liegenden Schauplatz und Erinnerungsort aufmerksam gemacht. So kamen wir auf die Idee, mit unseren Schülern aus den Neigungskursen in Religion und Geschichte eine eintägige Erkundungsfahrt an diesen Ort zu machen und die Schüler anschließend ihre dort gewonnenen Eindrücke in Worte fassen zu lassen. Es sind Gedanken über den Krieg, Gedanken darüber, wie ihn die Soldaten damals erlebt und empfunden haben, aber auch persönliche Gedanken über den Ersten Weltkrieg und den Krieg ganz allgemein. Diese Texte wollen sie Ihnen heute am Gedenktag für die Opfer von Krieg und Gewalt vortragen.
 
Text 1
Der Hartmannsweilerkopf: ein Berg, der, wenn man durch den Wald wandert und auf den Gipfel steigt, wunderschön wirkt. Es hat total schöne Stellen, an denen man eine tolle Aussicht hat. Die Schönheit dieses Berges wird allerdings zerstört von den Schützengräben und zurück gebliebenen Trümmern aus dem ersten Weltkrieg. Die Stacheldrahtzäune, die alten Behausungen der Soldaten, all dies erweckt einen Film in unseren Gedanken, wie grausam es damals während des Krieges gewesen sein muss. Wir selber, die nicht in dieser Zeit gelebt haben, können uns nur annähernd vorstellen wie schrecklich der Kampf für die Menschen gewesen sein muss.
 

Schülertexte

Christoph
Damals zur Zeit des Ersten Weltkriegs war dieses Plateau in Elsass-Lothringen stark umkämpft. Deutsche und Franzosen trieben sich gegenseitig durch das Grabengeflecht bis in den Tod. Artillerie, Trommelfeuer und Gas waren rund um die Uhr zu spüren. 30.000 Menschen, oft Jugendliche in unserem Alter, und Männer, die schon genügend vom Krieg erlebt hatten, starben hier. Die stark umkämpften Schützengräben wurden zu Massengräbern. Vier Jahre Leben in Stacheldraht, Kot und Urin und dazu das Blut von Freund und Feind. Die Schreie der Verwundeten und Gefallenen hallen heute noch von den Bergen dieses tragischen Ortes. Dieser Berg symbolisiert allen Schrecken und alles Leid des Krieges auf einem einem einzigen Schauplatz. Es war der „Menschenfresserberg”. - Man stelle sich aber vor: Es würde heute zum Krieg gerufen und kein Mensch würde erscheinen...
 
Lea
Als wir uns zu unserer Exkursion aufmachten, zur Gedenkstätte Hartmannsweilerkopf im Elsass, waren wir gespannt und hatten doch keine Ahnung, was uns dort erwarten würde. Der Menschenfresserberg, wie er zu Recht genannt wird, wo im 1. Weltkrieg deutsche wie französische Soldaten zu Tausenden starben. Heute strahlt der Berg Ruhe und Abenteuer aus. Wenn man heute durch die Schützengräben geht, an verrostetem Stacheldraht vorbei, die Sonne im Nacken, das Gezwitscher der Vögel und eine sanfte Brise, die dir durch die Haare fährt, ist das Grauen, das die Soldaten vor 100 Jahren hier erlebt haben, nicht mehr als eine langsam verblassende Erinnerung. Doch wenn ich die Augen schließe, sehe ich die Soldaten, Angst als ihr ständiger Begleiter, Soldaten, die hier ums Überleben kämpfen, die nicht viel älter sind als wir, Soldaten, die ihre Familien nie wieder sehen werden, Soldaten die hätten Freunde sein können, doch sie standen sich im Gemetzel als Feinde gegenüber, Soldaten die es nicht wagen, sich eine Zukunft auszumalen, denn wer braucht eine Zukunft, der den nächsten Tag vielleicht nicht überlebt? Für uns, die wir nie einen Krieg miterlebt haben, ist das unglaublich schwer vorzustellen. Wir kennen nur den Frieden und ich denke wir müssen es zu schätzen lernen, was uns erspart geblieben ist und wie gut wir es eigentlich haben. Und sowie unser Wissen, darum dass Menschen zu solchen Grausamkeiten in der Lagen sind beängstigend und schockierend zugleich ist, ist das Mysterium Krieg für uns unbegreiflich.
 
Jacob
Mir ist immer noch nicht klar geworden, wie ignorant und menschenverachtend Generäle und andere Militärs von Rang sein können. Die Soldaten machen, was ihnen aufgetragen wird, sie trifft wenig Schuld, die Verantwortlichen sind die, die mit roten Stiften Linien ziehen, die vom Krieg selber nichts mitbekommen. Daher sollte man den Opfern jener Willkür gedenken, Opfern überall auf der Welt, egal ob sie den Franzosen, den Deutschen oder den Amerikanern angehörten oder ob sie im ersten oder zweiten Weltkrieg fielen. Es ist schade, dass Krieg immer wieder als etwas Glorreiches angesehen wird, auch heute noch, denn an Krieg gibt es nichts Großartiges, es ist entweder Sterben für wenige Meter mehr Land oder für die Auslöschung einer Religion, die der eigenen recht ähnlich ist. Ich bin mir sehr sicher, nach weniger als einem Jahr Krieg hätte sich niemand mehr zum Wehrdienst gemeldet, wenn er nicht gezwungen worden wäre.
 
Text 5: Matthias Imkampe
Fritz Philipps, Student der Landwirtschaft, Jena,

[geb. 21. November 1889, ?gef. 2. Mai 1915 bei Ciezkowice in Galizien.]
1. Oktober 1914.
Abschiedsbrief; nur zu öffnen, wenn ich fallen sollte.
Ich ziehe gern und aus innerstem Herzen freiwillig in den Krieg, von dem ich für Deutschland einen günstigen, siegreichen Ausgang nicht bezweifle. Ich wünsche, daß nicht eher die Waffen niedergelegt werden, als bis wir einen völligen Weltsieg errungen haben. Daß ich den Krieg als Krieg hasse, brauche ich kaum zu sagen, aber gerade deshalb will ich kämpfen und teilnehmen an der großen Sache und gern sterben, wenn ich mit dazu beitragen kann, den Weltkrieg in Weltfrieden zu verwandeln ... Meine Leiche, auch wenn möglich, bitte nicht überführen, laßt mich dort begraben sein, wo ich gekämpft habe und gefallen bin. Legt keine Trauerkleider an, legt niemand Zwang auf, sondern freut Euch, daß auch Ihr auf dem Altar des Vaterlandes habt opfern dürfen.
 
 
Helen
Der Menschenfresserberg: Einen passenderen  Namen hätte man ihm nicht geben können. 30.000 Soldaten verloren ihr Leben, die meisten in unserem Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Es ist heutzutage in Zeiten des „Friedens“ schwer vorstellbar, dass solche Gräueltaten stattfanden. Dass heute befreundete Länder sich vor 100 Jahren noch grausam gegenseitig niedermetzelten. Die Frage nach dem Sinn dieses Sterbens lässt sich  kaum beantworten, und noch schwerer verstehen.  Die anfängliche Euphorie wandelte sich in den Gräben zu Blut und Angst. Heutzutage sind nur noch kalte Steine und rostiger Stacheldraht geblieben. Ewige Zeugen und Mahnmal zugleich. Die Natur hat sich die Schlachtfelder zurückerobert und es ist schwer vorstellbar, dass der Waldboden auf dem man wandert, einst übersät war mit Leichen. Die Soldaten Deutschlands und Frankreichs hatten jeden Tag das Sterben vor Augen und die Angst vor dem Tod im Genick, doch an manchen Tagen durften sie Mensch sein. Menschlich sein. Feinde wurden über Nacht zu Freunden. Man warf Handgranaten absichtlich neben die Gräben, machte Gruppenfotos und tauschte Zigaretten und Alkohol gegen Geld und Briefe. Es wurde nicht getötet, man saß nur in seinem Graben und träumte vom Frieden. Doch ein paar Tage später begann das Blutbad von neuem. Sie alle glaubten daran das Richtige zu tun, dass der Krieg gerechtfertigt sei; doch das war nur Fanatismus und Verblendung. Krieg kann man nicht rechtfertigen. Und deshalb müssen wir heute, mehr denn je, die Augen aufmachen und aus der Geschichte lernen. Denn wie sagte George Santayana einst: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
 
 
Julia
Krieg!  Jeder von uns hat schon einmal davon gehört, ob in den Medien oder im Geschichtsunterricht, aus Büchern oder Filmen. Er umgibt uns auch heute noch, doch wir, die ihn nicht erlebt haben, können in keinerlei Hinsicht mitfühlen, welchem Leid, welchen Qualen und welchem Elend die Soldaten, die für unser Heimatland kämpften, ausgesetzt waren.
Wir bekamen im Elsass einen kleinen Eindruck des Ganzen: Soldaten, zusammengekauert in feuchten, schlammigen Bunkern, die bei jeder Granate einzustürzen drohten. Enge Schützengräben, in denen sie mehrere Tage, gebückt ausharren mussten, jeder Wetterlage ausgesetzt. Eine zerfetzte Waldlandschaft, übersät mit den Leichen der Kameraden, Kriegsgeschoss und toten Bäumen. Verletzte, Verwundete, überall lauerte sie, die Gefahr und die Angst um das eigene Leben.  Beim Betreten des Kriegsgebietes machte sich Unbehagen, Beklemmung, Trauer und Furcht in jedem von uns breit.  Und doch konnte man hier und da auch das Menschliche erkennen, eine Küche mit einer von Blumen verzierten Tapete, die gegenseitigen Tauschgeschäfte der Franzosen mit den Deutschen oder die Geschichte des Apfelbaumes: Wie zwei verfeindete Wächter in einer nebligen Nacht die Lust eines Apfels, des an der Grenze liegenden Apfelbaumes verspürten, unabhängig voneinander hingingen und sich die Taschen füllten, als sie sich sahen nur einander zunickten und nach der Ernte der Äpfel wieder umdrehten. Wofür das Ganze, wieso mussten so viele Menschen sterben, sind die Fragen, die uns beschäftigen So ganz werden wir es wohl nie verstehen.
 
Leser: Herbert Kohl
Ludwig Finke, stud. iur., Freiburg i. B.,
geb. 20. Juli 1893 in Münster i. W.,?gef. 9. Mai 1915 vor Nieuport.
Roulers, 26. Dezember 1914.
Mit dem Heiligen Abend gingen zwei furchtbare Tage zu Ende. Achtundvierzig Stunden hatten wir da des Schrecklichen hinter uns. Ich habe manche Minute, die Hände um das Gewehr gefaltet, ein Gebet zu den Sternen hinaufgeschickt. Daß wir heimkommen würden, glaubte keiner mehr. Aber gefürchtet habe ich mich nicht. Ich dachte nur: Gott lenke, wie es gut ist! und dann das Gefühl: Könnte man nur selber etwas tun!?? Ich wurde am 23. zum Essenholen kommandiert. Wie ich wiederkam, hatte ein Volltreffer meine Deckung zerschlagen. Mein Sitzkamerad Henn, bis an die Hüfte in Regenwasser, war tot; der Schädel durch, und ein Splitter im Rücken. Er saß noch wie eine Viertelstunde vorher, als ich ihn verließ, das Gewehr im Arm. Mein lieber Nachbar, Freund F....., hatte zwei schwere Verletzungen. Im ganzen an Toten 8 und Verwundeten 37 Mann (von 85) verloren! […]
Den ganzen 24. lagen wir in der Deckung. [...] Als ich die Meldung vom Tode unseres Kompagniechefs über die Strecke, auf der alles tot und verwundet war, weiterbeförderte, erhielt ich einen leichten Splitter auf den Helm. Mein Gewehr ist zertrümmert. Ich holte das Gewehr eines toten Kameraden.? Dann kam die sternklare, heilige Nacht. Das Schreien der Verwundeten, das Pfeifen der Gewehrkugeln, das Platzen der Granaten – eine furchtbare Weihnachtsmusik.
 
 
Anonym
Krieg. Das ist ein Wort, unter dem wir uns heute kaum noch etwas vorstellen können. Wir haben (zum Glück!) nie einen erlebt. Klar es gibt immer noch Kriege, aber die sind doch sehr weit weg.
Auf dem Hartmannsweilerkopf waren wir direkt an den Kampfplätzen dran, wir haben die Gräben , die Vorrichtungen (Drahtverhaue u.Ä. ) gesehen, die Waffen wurden uns erklärt, …
Aber wie das wie das wirklich ist, Tag für Tag diese Entbehrungen zu erleben, Angst um das eigene Leben und um das von der Familie und von Freunden zu haben, das können wir uns auch nach all diesen Bildern und Erklärungen nicht vorstellen. Und das ist gut so. Das will sich auch niemand vorstellen.
Wir haben einander gefragt : „Warum haben die Leute das gemacht ?“ ,
„Warum haben sie nicht einfach alle boykottiert?“
Wo man einander Material zum Schmuckmachen rüberwirft, mit Zigaretten handelt und an Weihnachten zusammen Glühwein trinkt, das sind doch keine verfeindeten Menschen! „Warum hat man sich so viel dazu ausgedacht, wie man andere Menschen umbringen kann, wenn das doch eigentlich niemand wollte?“
Für uns heute unbegreiflich.


Tuana
"Stellt euch das mal vor"... man versucht es immer wieder, aber wie soll man sich etwas so Grausames vorstellen? Wie bitte soll man sich vorstellen, dass junge Soldaten in unserem Alter bei -20°c und mehr gekämpft haben. Eine "Jugend" in Bunkern zwischen Seuchen, Bomben und Stacheldrähten. Täglich mit der Angst, Ungewissheit einschlafen zu müssen und hoffen, dass man morgen noch lebt … all das ist herzzerreißend.

Wie schrecklich es sein muss zu wissen, dass man seine Familie vielleicht nie wieder sehen wird.
Wir alle sollten unser Leben heute schätzen, wir sollten aus der Vergangenheit lernen und den Frieden niemals als Geschenk, sondern als eine Aufgabe sehen.


Neue Urnenwand und kleine Trauerhalle

Urnenwand Neben der Gedenkfeier fand gestern auch die Einweihung der Urnenwand sowie der neuen, kleineren Trauerhalle auf dem Waldfriedhof statt. Die neue Urnenwand bietet Raum für 96 Kammern. Mehr als die Hälfte der Bestattungen seien Urnenbegräbnisse, erklärt OB Pelgrim. Der kleine Raum ist einfach gestaltet. Drei Wände sind mit Kupferplatten bedeckt. Dahinter verbergen sich die Kammern. Wenn eine belegt ist, wird eine Keramikplatte mit dem Namen der Bestatteten angebracht. In der Mitte des Raums steht ein Sockel für Blumen oder als Sitzgelegenheit. Rund 2700 Euro kostet eine Urnenkammer.

Trauerhalle Die kleine Trauerhalle mit 35 Plätzen ist einfach und hell gestaltet. Rund 70000 Euro hat der Umbau gekostet.

LKK

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