Sommerkonzert Schüler auf musikalischer Reise in fremden Galaxien

Der große Chor unter Leitung von Stephanie Zigan singt in Begleitung der Big Band am Schulzentrum West.
Der große Chor unter Leitung von Stephanie Zigan singt in Begleitung der Big Band am Schulzentrum West. © Foto: d
Schwäbisch Hall / Matthias Imkampe 21.06.2018

Der Weltraum, unendliche Weiten“: Mit dieser Eingangsaussage aus Raumschiff Enterprise ließe sich das Motto des diesjährigen Sommerkonzertes der Musik-AGs des Erasmus-Widmann-Gymnasiums trefflich beschreiben. Von der Jupiter-Sinfonie von Mozart bis zu „Space Oddity“ von David Bowie drehte sich alles um den Weltraum, um Sterne und Planeten, Star Trek und Star Wars und schließlich um den Erdtrabanten. Und weil viele Schüler mitwirkten, war auch die Aula im Schulzentrum West an zwei Abenden sehr gut gefüllt.

Jupiter-Sinfonie von Mozart

Das große Orchester unter der Leitung von Daniel Bangert durfte sich zum ersten Mal an die große Form wagen: den ersten (Allegro Vivace) und den dritten Satz (Menuetto) aus Mozarts Jupiter-Sinfonie. Natürlich kennen viele Musikinteressierte dieses Stück so gut wie auswendig und die Leistung des Orchesters lässt sich durchaus am Original messen. Musikpädagogik heißt ja auch, die jungen Musiker nach vorne zu führen.

So ließ Leiter Daniel Bangert nach der Aufführung auch wie bei den Großen einzelne Instrumentengruppen aufstehen. Das begeisterte Publikum dankte es mit großem Applaus, dürfte sich aber musikpädagogisch auch weiterbilden lassen und Applaus zwischen den einzelnen Sätzen eines Werkes unterlassen. Modern, aber sich natürlich an klassischer Tradition orientierend, folgte ein Medley aus „The Empire Strikes Back“.

Der Unterstufenchor, ebenfalls unter Leitung von Daniel Bangert, überzeugte durch sehr gute Textverständlichkeit und gutes Timing. Alle jungen Sängerinnen hatten erkennbare Freude am Singen. Der große – oder besser gesagt „sehr große“ – Chor unter Stephanie Zigan beeindruckte mit moderneren Stücken von Coldplay, dem Klassiker „Mister Sandman“ (Mond) und David Bowies „Space Oddity“ von Jan Storz solo an der Gitarre begleitet.

Big Band mit 17 Musikern

Für das Selbstbewusstsein des EWG spricht, dass Gäste nach der Pause das Unterstufenorchester unter Rainer Kindermann mit Star Trek und einer Instrumentalversion des Beatles-Songs „Lucy in the Sky with Diamonds“ hören durften.

Fast schon sehnsüchtig erwartet war der Auftritt der Big Band. Mit augenblicklich 13 Bläsern und vier Musikern an Gitarre, Bass, Schlagzeug und Klavier, bot sie vom fetzigen „Parallel Universe“ von Andy Clark zur lyrischen Ballade (ohne Gesang) „Across the Stars“ von John Williams eine große Bandbreite des Ausdrucks.

Viel Applaus für Musiker

Als Schlusspunkt des Abends dann der Mond. Zweimal dirigierte Stephanie Zigan die Big Band mit großem Chor: „Moonlight Serenade“ von Glen Miller und das Evergreen „Blue Moon“. Dazwischen durfte noch einmal die Big Band alleine auftreten und mit Joe Zawinuls „Birdland“ verschiedene solistische Fähigkeiten herausstellen. Viel Applaus zu allen Darbietungen zeigte, dass die musikalische Arbeit am EWG wichtig ist und für die Zuschauer und -hörer zweimal im Schuljahr eine Aufführung zum Standard gehört.

Info Der Autor Matthias Imkampe ist Lehrer an der Schule.

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