Bildung Schnuppertag der Frauenakademie:  Neue Blickwinkel entdecken

Schwäbisch Hall / swp 23.06.2018

Der Baustein Fotografie im laufenden Semester der Frauenakademie in der Schwäbisch Haller Volkshochschule brachte es mit seinem Titel auf den Punkt: zehn Frauen, die am zweiten Schnuppertag in diesem Jahr teilnahmen, erklärten genau das zu ihrem Ziel: Unbekanntes entdecken, Wissen dazugewinnen, Kompetenzen stärken, anderen Frauen begegnen – voraussetzungslos, nur mit der Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, schreibt die Frauenakademie in ihrem Bericht.

Das neue erste Semester startet am 28. September und es gebe viele Fragen zur Organisation und Durchführung des Akademiestudiums. „So ein breit gefächertes Angebot“, freut sich eine Frau, und erfährt dann, dass im Grundstudium, also im ersten und zweiten Semester, noch keine Wahlmöglichkeiten vorhanden sind, sondern ein fester Stundenplan auf die Frauen wartet.

Von Literatur bis Entspannung

„Das hat sich bewährt, denn nur so lassen sich gemeinsame Grundlagen schaffen und die Gruppe wächst zusammen“, erläutert Andrea Wanner, die Leiterin der Frauenakademie. Wer mehr Abwechslung möchte, könne aus dem Mittwochvormittags- und Freitagnachmittagsangebot weitere Kompaktseminare dazu buchen.

Ab dem Herbst steht die Möglichkeit  dann allen Frauen offen, die Seminare am Freitagnachmittag zu besuchen, unabhängig davon, ob sie die Haller Frauenakademie besuchen oder nicht. Das Angebot reicht von Literatur und Kunstgeschichte bis zu Technik, Naturkunde und Entspannung.

Angebot gibt es seit 26 Jahren

Die Teilnehmerinnen am Schnuppervormittag nutzen die Zeit, um in den Bausteinen mit den langjährigen Teilnehmerinnen ins Gespräch zu kommen. Psychologie, Geschichte oder die Kreativwerkstatt zum Thema Rhythmus. Dieses Angebot der Volkshochschule gibt es seit 26 Jahre.

Bei dem kleinen Nachtreffen um 12 Uhr sind die Teilnehmerinnen voller Eindrücke und Fragen. „Ich muss also am Freitagvormittag Zeit haben.  Das wird schwierig“, stellt eine Frau fest und überlegt laut weiter „Vielleicht lässt sich das ja doch irgendwie einrichten.“ Und Olga Leb findet ein gutes Schlusswort für den Vormittag: „Mein erster Eindruck war: Was früher ein Knast war, ist jetzt offen. Das ist wie bei den Frauen. Früher war ihr Leben festgelegt und sie hatten keine Freiheit. Heute können sie wählen, lernen und zum Beispiel die Frauenakademie besuchen.“

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