Schwäbisch Hall / Elisabeth Schweikert und Götz Greiner Der erste Lauftreff in Schwäbisch Hall startet bei schlechtem Wetter. Dafür sind die Teilnehmer gut drauf und sehr motiviert.

Das Kichern hört gar nicht mehr auf. Von der anderen Seite der im Kreis stehenden Lauf geht’s-Gruppe kommt herzliches Lachen dazu. Erich Quenzer fordert auf, die Arme wie Windflügel rotieren zu lassen, und das Lachen brandet wieder auf. Es ist auch zu grotesk: Mehr als hundert Frauen und Männer stehen am vergangenen Mittwoch auf dem Rasen im Schenkensee-Stadion und machen sich locker. Derweilen regnet es, es schneit und zwischendurch gibt’s auch Hagel.

126 Menschen im Verbreitungsgebiet des Haller Tagblatt haben sich zu dem Gesundheitstraining angemeldet. Headcoach Erich Quenzer lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er ignoriert das Sauwetter und leitet ruhig an. Nach und nach verebbt das Kichern, während Ausfallschritte geübt werden oder konzentriert die Standwaage versucht wird. Anschließend gliedert er die große Anzahl an Trainierenden in Trupps, die nacheinander in verschiedenen Schrittarten – mal im Storchschritt, mal trippelnd – die vorgegebenen Strecken absolvieren. Die Stimmung ist gut. „Wer jetzt Dreck am Hintern hat, hat’s richtig gemacht“, kommentiert eine Läuferin die Übungen, bei der die Füße im Trab auf der Rückseite hochgezogen werden.

Lauf geht’s in Schwäbisch Hall Erster Lauftreff im Schenkensee-Stadion startet mit Hagel

Langeweile kommt keine auf. Die Übungen wechseln in rascher Folge ab, diskussionslos machen alle mit. Kurz darauf stehen alle Teilnehmer mit einer Hand am Hals da und konzentrieren sich auf sich selbst: Sie suchen ihren Puls – und finden ihn. Erich Quenzer stoppt zehn Sekunden ab und lässt den Ruhepuls messen, später, nach dem ersten Trab über Feldwege nach Hessental, kommt der Belastungspuls dran. Der eine oder die andere erfährt so, wie es ist, auf 180 gebracht zu werden.

Die Zeit verfliegt. Nach gut einer Stunde stehen die Sportler in kleinen Gruppen wieder am Stadion. Bodo Schumacher schnauft. Die Portion Cappuccino reicht ihm für heute – nach diesem Heißgetränk ist die Gruppe benannt, in der Sportler mit etwas Lauferfahrung trainieren. Er ist zweimal zehn Minuten gelaufen und dazwischen fünf Minuten gegangen. Der 52-Jährige ist hoch motiviert, sagt er. „Das Schönste ist, sich Ziele zu setzen – und das Abklatschen mit Freunden.“ Gegen die Muskelschmerzen, die er erwartet, setzt er auf einen Tipp des Ernährungsspezialisten Dr. Wolfgang Feil: „Ich hoffe, dass der Ackerschachtelhalm-Drink wirkt.“ Lindsy Steger ist früher allein gelaufen: „Da war ich wohl zu schnell unterwegs.“ Dass sie in der Gruppe langsamer machen kann, motiviert sie: „Ich freue mich, dass ich gut mit komme – und ich freue mich auf die Steigerung.“ Nach dem ersten Treffen freut sich auch Trainerin Veronika Keppler: „Es macht Spaß, mit den Leuten zu laufen. Das ist definitiv eine coole Gruppe!“

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