Wellness Saunieren auf hoher See

Klafs gestaltete auch die Ruheräume für das neueste Schiff der Aida-Flotte.
Klafs gestaltete auch die Ruheräume für das neueste Schiff der Aida-Flotte. © Foto: Klafs
Schwäbisch Hall / Jürgen Stegmaier 24.11.2016
Das Haller Unternehmen Klafs rüstet auch den Spa-Bereich  des neuesten Kreuzfahrtschiffes der Aida-Flotte aus. Die Kabinen wurden in Schwäbisch Hall entwickelt und gefertigt. Gebaut wird das Schiff in Japan.

Klafs war maßgeblich an der Gestaltung des Wellness-Bereichs auf dem neuen Kreuzfahrtschiff „Aidaprima“ beteiligt. Der Spa-Bereich auf dem rund 300 Meter langen Luxuskreuzer ist 3100 Quadratmeter groß.

Wie bei sieben Aida-Schiffen zuvor vertrauten die Investoren auch bei der Ausstattung des Spa-Bereichs auf der „Aidaprima“ auf die Erfahrung und Kompetenz von Klafs. Das Haller Unternehmen gilt als Marktführer im Bereich Sauna, Pool und Spa. Für den Spa-Bereich des praktisch baugleichen Schwesterschiffs „Aidaperla“, das derzeit im Bau ist, hat Klafs ebenfalls den Zuschlag erhalten.

Baden auch im Schlamm

„Der auf zwei Ebenen verteilte Body- and Soul-Organic-Spa begeistert die Gäste mit organischen Formen und einem reichhaltigen Angebot, das keine Entspannungswünsche offen lässt“, schreibt Klafs in einer Pressemitteilung. Zur Wahl stehen eine finnische Sauna mit Panorama-Glasfront, eine Kelo-Sauna, ein Sanarium, ein Dampfbad, ein Aromabad und drei Erlebnis-Duschbereiche mit Dusch­wasserkühlung sowie ein Schlammbad mit angegliederter Wärmebank, zwei Solarien und insgesamt mehr als 20 Anwendungsräume. Großzügig bemessen seien auch die Ruhezonen, die mit großen Glasfronten ausgestattet seien.

Nach Abnahme wieder zerlegt

Alle Kabinen hat Klafs an seinem Stammsitz in Schwäbisch Hall entwickelt und gefertigt. Zur Abnahme waren sowohl ein Vertreter der Reederei Aida Cruises, einer Marke des britisch-amerikanischen Kreuzfahrtunternehmens Carnival Corporation, als auch von der ausführenden japanischen Werft zu Gast und inspizierten die im Haller Werk aufgebauten Kabinen.

Danach wurden sie in ihre Einzelteile zerlegt, und es gingen insgesamt 100 einzelne Transportkisten auf die lange Reise von Schwäbisch Hall ins japanische Nagasaki.

In enger Abstimmung zwischen dem Projektleiter im Werk und dem Montageleiter vor Ort sei  eine ausgeklügelte Logistik entstanden, die erfolgreich dafür gesorgt habe, dass alle Bauteile zum richtigen Zeitpunkt vor Ort eingetroffen seien, so Klafs.

Zwölf Mitarbeiter zur Montage

Zur Montage waren dann bis zu zwölf Mitarbeiter von Klafs teils über mehrere Monate bei der Werft in Japan, um alles fertigzustellen.

Der Leistungsumfang umfasste dabei vom Rohbau der Kabinen bis hin zu fertigen Oberflächen sämtliche Leistungsstufen des Innenausbaus, so dass Klafs der Reederei betriebsbereite Anlagen übergeben hat. Darüber hinaus übernahm das Haller Unternehmen bei diesem großen Projekt auch die elektrotechnische Planung und Vernetzung der Anlagen.