Abtsgmünd Sandabbau erbost Bürger und Gemeinde

Abtsgmünd / FA 24.07.2014
Am Montag hat sich der neue Technische Ausschuss von Abtsgmünd erstmals getroffen. Dabei gings auch um ein fortwährendes Ärgernis.

Straßenverschmutzungen, Verkehrsgefährdungen und Beeinträchtigung von Bürgern und Betrieben interessieren das Bergamt in Freiburg so wenig wie den Betreiber des Quarzsandabbaus in Lutstrut, die Firma Georg Müller GmbH aus Wilburgstetten. Die von der Gemeinde geforderten Auflagen werden nicht eingehalten beziehungsweise nicht konsequent überwacht. Die Gemeindeverwaltung selbst ist machtlos, da die erforderlichen Genehmigungen zum Sandabbau aus Freiburg kommen. "Wir können nur die Bedingungen festlegen", sagte Ortsvorsteher Egon Ocker aus Pommertsweiler.

Der Antrag auf Zulassung des Hauptbetriebsplanes "Neuaufschluss Lutstrut III" zur Lagerung und Aufbereitung von Quarzsand aus der benachbarten Sandgrube "Lutstrut IV" war nun Anlass für erneute Diskussionen.

Der Technische Ausschuss der Gemeinde Abtsgmünd verweigerte einstimmig die Zulassung des Hauptbetriebsplanes. Da das betroffene Areal im Wasserschutzgebiet liege, werde man zunächst ein Gutachten der Rombachgruppe einholen. Geplant ist ein Lagerplatz für den Quarzsand sowie eine Sandwaschanlage.

Man könne nicht einfach von oben herab über die Köpfe der Bürger hinweg bestimmen und dann die Einhaltung der geforderten Auflagen nicht überwachen, monierte Gremiumsmitglied Ralf Stütz. Bürgermeister Armin Kiemel versicherte, dass das Bergamt in Freiburg laufend über die Verstöße informiert werde und forderte dazu auf, selbst mit Anzeigen bei der Polizei tätig zu werden, sofern dazu ein Grund vorläge.

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