Bürkhof Weißwurstfrühstück mit 1200 Besuchern

Michelfeld / Oliver Färber 13.08.2018
Die achte Ausgabe des Weißwurstfrühstücks auf dem Bürkhof fällt sehr erfolgreich aus: Die Besucher stürmen das Anwesen und sorgen für viel Arbeit bei den Weißwurstfreunden Michelfeld.

Normalerweise geht’s eher ruhig zu auf dem Bürkhof bei Michelfeld. Nur die vierköpfige Familie von Christoph Knirsch lebt dort. Doch am Sonntag herrscht der Ausnahmezustand auf dem weitläufigen Gelände: Viele Besucher wollen beim achten Weißwurstfrühstück dabei sein. Wieviel – so genau kann das Knirsch, der eine Klammer mit der Aufschrift „Festwirt“ trägt, gar nicht sagen. „Wir haben 110 Garnituren aufgestellt“, weiß er. Kein Platz ist zur Mittagszeit mehr frei. Einige Besucher stehen hilflos zwischen den Reihen und warten, dass sich andere wieder auf den Weg machen. Er schätzt, dass bis zum Ende rund 1500 Leute gekommen sind.

Dazwischen wirbeln rund zwei Dutzend Bedienungen, die sicherstellen wollen, dass es den hungrigen und durstigen Besuchern an nichts fehlt. Rund 50 Mitglieder hat die Clique, die den Trubel veranstaltet und sich selbst Weißwurstfreunde Michelfeld nennt. Und alle sind an diesem Sonntag auf den Beinen.

Das Weißwurstfrühstück ist damit schon ein Stück Tradition geworden, seit Christoph Knirsch, Stefan Hägele und Sebastian Kellermann der Meinung waren, in Michelfeld fehlt’s noch an einem Fest und auf die Idee dazu kamen.

Metzgermeister im Team

Kellermann bringt übrigens besonders sein Können ein: Er ist Metzgermeister und steuert die handgemachten Würste zur Veranstaltung bei. 900 Stück hat er diesmal gemacht. Dazu kommen noch 50 Kilogramm Fleischkäse und viele Kindersaitenwürste, um die Menge satt zu machen.

Gar nicht so einfach ist es, die Infrastruktur für ein Fest dieser Größe zu schaffen. „Vom Strom her sind wir am Limit“, weiß Hägele. Kühlwagen, Warmebehälter für die Würste und andere Geräte müssen erst einmal mit Elektrizität versorgt sein. Von alldem wissen die Besucher nichts. Und der Musikverein Mittelfischach, der gerade „Über den Wolken“ anstimmt, spielt ohnehin unplugged. Die Instrumentalisten haben zumindest ihre garantierten Schattenplätze unter Bäumen. Die sind bei der Sonne und der Hitze heiß begehrt.

Am Ende profitieren alle vom Weißwurstfrühstück: Die Besucher haben einen schönen Tag, die Helfer freuen sich auf ein Helferfest vom Erlös – und eine soziale Einrichtung über eine Spende aus den Einnahmen. „Welche wissen wir noch nicht. Aber da fällt uns sicher was ein“, so Knirsch.

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