Autoteile Rücker scheint Zukunft zu haben

Hall/Crailsheim / Jürgen Stegmaier 23.02.2018

Zwei Aspekte haben offenbar zur Insolvenz von Rücker geführt: die misslungene Umstellung auf eine neue Software sowie der nicht näher benannte Verlust durch Untreue eines verantwortlichen Mitarbeiters. Die Karl Rücker Fahrzeugteile GmbH und Co. KG hat ihren Sitz in Heilbronn. Niederlassungen gibt es im Schwäbisch Haller Gewerbegebiet Gründle (Hessental) sowie in Crailsheim im Einkaufszentrum Rossfeld, außerdem in Eppingen. In Hall und Crailsheim arbeiten jeweils zehn Mitarbeiter.

Übernommen wird Rücker zum 1. März von der Stahlgruber GmbH, Großhändler für Kfz-Teile, Zubehör und Werkstattausrüstung. Die Gläubigerversammlung hat am Dienstag zugestimmt. Stahlgruber hat zuletzt mit rund 6500 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Wie viel Stahlgruber für Rücker bezahlt hat, ist nicht bekannt gemacht geworden.

„Alle operativ tätigen Mitarbeiter sollen übernommen werden, Stahlgruber möchte die Niederlassungen vollumfänglich fortführen“, schreibt die Kanzlei Schulze&Braun, die mit Dietmar Haffa den Insolvenzverwalter stellt. In einer Mitteilung wird Heinz Rieker, bei Stahlgruber der Konzernverantwortliche für den Bereich Sicherheit, mit den Worten zitiert: „Wir wissen, dass wir durch die Übernahme der drei Standorte den Mitarbeitern eine gute Zukunftsperspektive bieten können.“

Das ist ein Infokasten
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