Region Risiko für die Wirtschaft: 4 Prozent der Stellen bleiben unbesetzt

Region / SWP 09.05.2015

Schon heute würden in der Region 700 Akademiker sowie rund 3300 Fachleute wie Meister, Techniker, Fachwirte und Fachkaufleute fehlen, so die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken.

Bis zum Jahr 2030 verschärfe sich dieses Problem erheblich: Dann fehlten sogar 50000 qualifizierte Arbeitskräfte allein in der Region. Diese Zahlen nannte die IHK unlängst in einer Pressemitteilung.

Zwischen 2015 und 2030 werden im Durchschnitt jährlich etwa 11000 Fachkräfte fehlen. Über alle Branchen hinweg wird rund jede 25. Stelle unbesetzt bleiben - das entspricht 4 Prozent.

Diese Ergebnisse zeigt die neueste Auswertung des Fachkräftemonitors der Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Baden-Württemberg. "Der Fachkräftemangel stellt eines der größten Risiken für unsere regionale Wirtschaft dar", warnt Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken.

Ab 2016 reichten der ausgebildete Nachwuchs sowie die Absolventen von Weiterbildungseinrichtungen und Hochschulen nicht mehr aus, um die altersbedingten Abgänge auszugleichen. Das Angebot an Fachkräften gehe ab 2016 dauerhaft zurück. Auch eine verstärkte Zuwanderung und Zugänge aus der stillen Reserve - also nicht erwerbstätige Personen, die nicht als arbeitslos gemeldet sind - könnten den negativen Trend nur abschwächen. Es gelte somit, das künftig geringere Arbeitskräftepotenzial noch besser auszuschöpfen.

"Die Anforderungen an die Betriebe und an die Schulen zur Qualifizierung und Anwerbung von Fachkräften steigen", betont Döring.