Von Corinna Heiden

Dass der süddeutsche Raum an sich für zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland als begehrtes Reiseziel gilt, ist kein Geheimnis. Viele Urlauber zieht es in Richtung Bodensee oder in die bayerischen Alpen mit ihren berühmten Prachtbauten. Aber neben Neuschwanstein und Co. sind gerade die Regionen Hohenlohe und Westmittelfranken beliebter als je zuvor. Die Übernachtungszahlen zeigen einen deutlichen Trend nach oben.

Manuela Laritz vom Tourismusverband Hohenlohe-Schwäbisch Hall bestätigt diesen Trend: „Generell sind wir über die touristische Entwicklung im Landkreis erfreut. Die vorläufigen Statistiken des Statistischen Landesamtes lassen Schlüsse auf eine gute, im baden-württembergischen Durchschnitt liegende Steigerung der Ankünfte und Übernachtungen zu.“ Aber sie sieht noch Luft nach oben: „Dennoch sind wir natürlich bestrebt, den Tourismus und die touristischen Betriebe in der Region nach Kräften zu unterstützen und weiter nach vorne zu bringen.“

Für jeden das Passende

Der Haller Landkreis, wie auch die gesamte Region, bietet für Touristen und Einheimische viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. „Aktivurlauber, Genießer, Erholungssuchende, Naturliebhaber oder Kulturinteressierte finden bei uns genau den richtigen Urlaub beziehungsweise die perfekte Auszeit vom Alltag“, sagt Laritz.

Im Zeitraum von Januar bis November 2018 verzeichnet das Statistische Landesamt im Landkreis Schwäbisch Hall 260 800 Ankünfte. Das entspricht einem Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls wurden im Landkreis 556 500 Übernachtungen verzeichnet. Dies entspricht einem Plus von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch das „Liebliche Taubertal“ verzeichnet ein dickes Plus. Hier bringt allein der Sommer schon zweistellige Wachstumsraten. Für die Ferienregion, die sich von Hohenlohe bis ins fränkische Rothenburg erstreckt, lief es richtig gut. Die aktuellen Ergebnisse der statistischen Landesämter aus Baden-Württemberg und Bayern belegen ein überproportional hohes Wachstum bei den Gästeankünften und Übernachtungen. Die Tourismusakteure an Tauber und Main führen dies auf die stimmigen Angebote und natürlich das tolle Sommerwetter zurück.

„Der Juli brachte hinsichtlich der Wachstumsraten ein Rekordergebnis“, erklärt Geschäftsführer Jochen Müssig vom Tourismusverband „Liebliches Taubertal“. Im gesamten Taubertal ist im Juli ein Ankunftsplus gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr von 10,3 Prozent festzustellen. Die Übernachtungen sind allein in diesem Monat um 7,4 Prozent gestiegen.

Sattes Plus bei Übernachtungen

Ein Besuchermagnet sind hier natürlich die mittelalterlichen Städte an der Romantischen Straße. Für die Tauberstadt Rothenburg war 2018 ein echtes Rekordjahr. Schon in den Sommermonaten Juli und August hatten jeweils 70 000 Menschen hier übernachtet. Im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den Übernachtungszahlen sogar ein sattes Plus von über zehn Prozent. Die wichtigsten Herkunftsländer im Ausland bleiben für Rothenburg weiterhin die Vereinigten Staaten, Japan und die Niederlande.

Auch die Stadt Dinkelsbühl ist unter Urlaubern aus diesen Ländern weiterhin sehr beliebt. Der Tourismus dort entwickelt sich ebenfalls auf sehr hohem Niveau, das zeigen neueste Erhebungen. Demnach war die Zahl der Übernachtungen in Dinkelsbühl im letzten Jahr um über sieben Prozent gestiegen, auf rund 180 000. Auch die Zahl der Ankünfte stieg um rund fünf Prozent. Es sind die höchsten Werte, welche die Stadt jemals verzeichnen konnte. Das wird auch belohnt: Das Magazin „Geo“ zeichnete Dinkelsbühl zudem als einen der weltweiten Traumorte aus.

Der Tourismus in der Region boomt. Die Verantwortlichen in den Landratsämtern und Tourismusvereinen arbeiten an immer neuen Projekten, die noch mehr Besucher anlocken sollen. Und diese Bemühungen scheinen wahrlich zu fruchten.

3,6

Prozent mehr Ankünfte und 3,9 Prozent mehr Übernachtungen sind für das Jahr 2018 in Baden-Württemberg zu verzeichnen. Dieser Trend wirkt sich auch auf die Region aus.