Der Gesangverein Oberaspach hat mit dem Berliner A-cappella-Quartett „The B Side“ zwei Konzerte organisiert, eines in der Frankschen Scheune in Oberaspach, eines im Rittersaal des ehemaligen Residenzschlosses in Kirchberg.

Das anspruchsvolle Konzertprogramm wurde vom Publikum mit viel Applaus bedacht, das Aspacher Chorwerk, der Männerchor und die vereinseigene A-cappella-Gruppe „Quattro A4“ unter Leitung von Eduard Wacker machten den Anfang. Das Vokalquartett aus Berlin war im zweiten Teil des Konzerts für die musikalischen Höhepunkte zuständig, schreibt Manfred Löw.

Die Aspacher Chöre stellten eine Auswahl ihres vielfältigen Repertoires vor, das Chorwerk hatte mit „Killing Me Softly“ eine Soul-Nummer vorbereitet. Höhepunkt des Auftritts war der vom Chorwerk ohne Klavierbegleitung gesungene Popsong „Royals“.

„Quattros“ geben Zugabe

Dann traten die Herren des Männerchors auf die Bühne, um das geistliche Lied „Nearer, My God, To Thee“ zusammen mit dem gemischten Chor aufzuführen. Anschließend stellte auch der Männerchor seine Vielseitigkeit unter Beweis. Den Schlusspunkt setzte „Ringsum leuchten Apfelblüten“, eine Variation des russischen Volkslieds „Katjuscha“.

Vor der Pause bauten vier Sänger des Männerchors mit dem Dirigenten Eduard Wacker eine musikalische Brücke zum Berliner Ensemble. Die musikalischen Gruppen wurden nun zahlenmäßig kleiner, die zuvor schon beachtlich hohe musikalische Qualität steigerte sich nochmals deutlich. „Hello Mary Lou“ stand am Beginn des vom Publikum begeistert aufgenommenen Auftritts von „Quattro A4“, auch der nächste Song „Mein bester Freund“ von den „Prinzen“ kam bestens an. Die fünf „Quattros“ kamen nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Nach einer kurzen Pause kam  das vierköpfige Vokalensemble aus Berlin auf die Bühne. Es stand für erstklassike Vokalmusik auf höchstem Niveau, mit perfekt aufeinander abgestimmten Stimmlagen, virtuos angereichert mit einfallsreichen Choreografien und darstellerischen Einlagen.

Brady Swenson (nicht nur Tenor bei „The B Side“, auch Chorleiter des Aspacher Kinderchors) brachte neben seiner facettenreichen Stimme schauspielerisches Talent ein. Travis Shaw ist als Bass-Bariton für die tiefen Töne zuständig und beeindruckte mit seinem Stimmumfang. Kerstin Greaves zauberte beim Song „Temptation“ mit viel rauchigem Timbre in der Altstimme Kneipen-Atmosphäre in die Franksche Scheune und in den Rittersaal.

In eine ganz ähnliche Richtung ging der verführerische Solo-Auftritt der Sopranistin Julie Wyma. Die Ensemble-Newcomerin bewies bei ihrem erst vierten Auftritt mit „The B Side“ viel weibliches Durchsetzungsvermögen.

Zum Konzertende gab es lang anhaltenden Beifall, mehrere Zugaben wurden gefordert und auch gesungen.