Entwicklung Reines Wasser soll Heizsysteme schützen

Gründer, Inhaber und Geschäftsführer Michael Bader hat vor 24 Jahren damit begonnen, Permanentmagnete zu verkaufen, die an Wasserleitungen angebracht werden.
Gründer, Inhaber und Geschäftsführer Michael Bader hat vor 24 Jahren damit begonnen, Permanentmagnete zu verkaufen, die an Wasserleitungen angebracht werden. © Foto: ht
Untermünkheim / Jürgen Stegmaier 06.09.2018
Die Magnetic GmbH und Co.KG im Untermünkheimer Teilort Übrigshausen baut an. Das Unternehmen bereitet Heizungs- und Trinkwasser auf. Der Betrieb wächst seit Jahren.

Die grünen Buchstaben bilden das Wort „magnetic“. Vielen Menschen, die aus dem Haller Raum mit dem Auto auf der B 19 unterwegs nach Künzelsau oder zur A 6 sind, dürfte das Unternehmen in Übrigshausen schon aufgefallen sein. Der Firmenname Magnetic gibt einen Hinweis auf den Ursprung des Betriebs.

Gründer, Inhaber und Geschäftsführer Michael Bader hat vor 24 Jahren damit begonnen, Permanentmagnete zu verkaufen. Werden diese an Wasserleitungen angebracht, würde der im Wasser gelöste Kalk seine Struktur ändern, sodass er sich nicht an Leitungen und Geräten absetzt, diese zusetzt und sie schädigt. Michael Bader ist sich hundertprozentig sicher, dass das Magnetprinzip in der gewünschten Weise wirkt. Wissenschaftlich steht diese Wirkung allerdings eher auf wackeligen Beinen. Die Magnete, die um die Wasserleitung gelegt werden, verkauft Magnetic direkt an Endkunden.

Zweites Standbein

Mit dem Aufbau eines zweiten Standbeins hat der 52-jährige Künzelsauer 2007 begonnen. Im Kern geht es um eine Technik, mittels derer kalkhaltiges und verunreinigtes Wasser durch ein synthetisches Harz so aufbereitet werden soll, dass es in Heizungssystemen keinen Schaden anrichten kann. Der pH-Wert des Wassers werde neutral, die elektrische Leitfähigkeit auf null reduziert. Die Produkte dafür entwickelt Magnetic ausschließlich für Fachbetriebe.

„Die Heizungstechnik ist extrem effizient geworden. Immer kleinere Wärmetauscher erhitzen immer größere Wassermengen. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass sich auf den empfindlichen Wärmetauschern keine Ablagerungen bilden“, erklärt Michael Bader. Ablagerungen würden den Energiebedarf in die Höhe treiben und das Material langfristig zerstören.

Michael Bader hat sein Unternehmen Ende 1994 in Künzelsau gegründet. 2001 zog der Betrieb nach Kupfer, 2015 an den aktuellen Standort ins Industriegebiet Übrigshausen.

Derzeit beschäftigt die Firma 30 Mitarbeiter – 11 am Standort, 19 im Außendienst. Der Umsatz wächst jährlich zweistellig und ist Ende 2017 bei rund 4 Millionen Euro angekommen. Michael Bader schätzt die Fertigungstiefe der Magnetic-Produkte am Standort in der Untermünkheimer Teilgemeinde auf 87 Prozent.

„Wir hatten in den jetzigen Standort rund eine Million Euro investiert. Wir dachten, das reicht“, sagt der Inhaber mit einem Schmunzeln. Der Platz reicht aber nicht. Mangnetic baut an. 400 Quadratmeter an zusätzlicher Stellfläche sowie 200 Quadratmeter für die Produktion sollen hinzukommen. Der symbolische Spatenstich dazu war vor wenigen Wochen. In die Erweiterung investiert der Betrieb nochmals eine Million Euro.

Familie arbeitet mit

„Begonnen haben wir als ein Handelsunternehmen, inzwischen sind wir auch ein Entwicklungs- und Produktionsbetrieb“, erklärt Bader. Sein Ziel ist es, die Produkte flächendeckend in Deutschland anzubieten. Im zurückliegenden Jahr hat er damit begonnen, einen Außendienst in Irland, Österreich, der Schweiz, Ungarn, der Slowakei, Norwegen, Rumänien, Litauen und Belgien aufzubauen.

Michael Bader versteht seinen Betrieb als Familienunternehmen. Neben ihm, alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer, arbeiten seine Frau Blanca sowie Tochter Jessica und Schwiegersohn Daniel Bader in der Firma. Ein familiärer Umgang ist ihm auch mit seinen Mitarbeitern wichtig, betont er.

20

Prozent könne der Energieverlust
betragen, wenn das Wasser inner-
halb eines Heizsystems verschlammt ist, argumentiert Magnetic.

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