Aufmachen dürfen wieder Cafés und Eisdielen. Kneipen, Bars und Clubs müssen dagegen weiter geschlossen bleiben. Unklarheit bestand darüber, ob Speisegaststätten als öffentlicher oder als privater Raum zu sehen sind. „Nun ist es eindeutig geklärt. Speisegaststätten gelten als öffentlicher Raum“, macht dazu OB Hermann-­Josef Pelgrim beim gestrigen Pressegespräch im Rathaus deutlich.

Schwäbisch Hall

Am Freitag erklärten Pelgrim und Annette Wagenländer noch, dass es sich beim Besuch einer Speisegaststätte um ein Treffen in einem privaten Raum handele. „Es wechselte ständig zwischen öffentlich und privat, weil der Gastronom ja auch das Hausrecht ausübt“, erklärt die Fachbereichsleiterin Bürgerdienste und Ordnung. Nun sind die neuen Bedingungen klar, die Corona-Gaststätten-Verordnung der Landesregierung liegt seit Samstag vor. Die macht keinen Unterschied zwischen Außen- und Innenbereich. Von Gästen genutzte Innenräume sollen allerdings so gut wie möglich gelüftet werden.
Wie viele Menschen darf man nun in einem Restaurant treffen: „Man darf nur mit seinem eigenen und einem weiteren Haushalt an einem Tisch sitzen. Zu anderen Personen als den beiden am Tisch sitzenden Haushalten ist ein Mindestabstand von eineinhalb Metern einzuhalten. Für Personen, denen es gestattet ist, an einem Tisch zu sitzen, ist das Einhalten des Mindestabstands demnach nicht notwendig“, steht in den Erläuterungen der Landesregierung.

Infektionsschutz: Tische müssen eineinhalb Metern voneinander stehen

Pelgrim sieht im Mindestabstand die Regel, die am besten eingehalten und überprüft werden kann. Demnach sind Tische im Abstand von mindestens eineinhalb Metern zueinander anzuordnen. Die neue Verordnung sieht keine Reservierungspflicht vor, aber Gäste müssen Namen, Adresse und die Dauer des Besuchs angeben, um Infektionsketten weiter nachvollziehen zu können. Rund 200 Gastronomen werden in Schwäbisch Hall wieder öffnen, informiert Wagenländer.

Obersontheim

Die Ordnungskräfte werden ergänzt mit Mitarbeitern aus anderen Teilen der Verwaltung. Insgesamt acht Personen sind in der Regel zu zweit unterwegs, um mit Verordnung und Checkliste die Gastronomen bei der Umsetzung zu unterstützen. „Wir werden das kaum nachvollziehbar kontrollieren können“, macht Pelgrim in diesem Zusammenhang deutlich. In erster Linie sei letztlich auch bei dieser Öffnung die Selbstdisziplin und Eigenverantwortung der Gäste und Gastronomen gefragt. Sein Eindruck sei aber bislang, dass das vernünftig umgesetzt und eingehalten werde.

Noch sechs registrierte Infizierte in der Stadt


Aktuell sind in der Stadt noch sechs Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 25 befinden sich in häuslicher Quarantäne, informiert OB Pelgrim.

Schrittweise sollen bis zu 50 Prozent der Kinder betreut werden. „322 Kinder sind aktuell in der Kita-Notbetreuung“, nennt Pelgrim Zahlen.

Hotels, Campingplätze, Freizeitparks: Ab dem 29. Mai treten weitere Öffnungen in Kraft. In Hall macht beispielsweise auch die Minigolfanlage auf. Ab dem 2. Juni starten unter anderem Fitnessstudios.

Für Samstag wurde wieder eine Demonstration auf dem Marktplatz angemeldet. cus