Schwäbisch Hall Prozession nicht mehr in der Innenstadt - Weg von St. Michael nach Steinbach zu weit

Eine frühere Fronleichnamsprozession durch die Haller Innenstadt. Morgen aber gehen die Gläubigen rund um die Comburg herum. 
Eine frühere Fronleichnamsprozession durch die Haller Innenstadt. Morgen aber gehen die Gläubigen rund um die Comburg herum.  © Foto: Tobias Würth
Schwäbisch Hall / THUMILAN SELVAKUMARAN 25.05.2016
An Fronleichnam zeigen die Christen ihren Glauben öffentlich. In Hall wird die Eucharistiefeier nach langer Zeit wieder auf der Comburg abgehalten.

Zehn Tage nach Pfingsten feiert die katholische Kirche Fronleichnam. Nach vielen Jahren in St. Michael findet in diesem Jahr das Fest auf der Comburg statt. „Der Grund dafür liegt in der langen Wegstrecke von St. Michael nach Steinbach, die für nicht wenige Menschen zu weit und beschwerlich war“, wie es in einer Mitteilung heißt.

Die Eucharistiefeier beginnt um 10 Uhr in der Comburg. Daran schließt sich eine Prozession um den Berg herum an. Der Weg verläuft von der Comburg über die Bildersteige zur Pfarrkirche St. Johannes. Dort befinden sich ein Blumenteppich und ein Altar. Anschließend führt die Prozession über die Neustetter Straße und über den Großcomburger Weg wieder zurück zur Comburg. In der Kirche spendet der Priester den feierlichen Schlusssegen.

Für Familien mit Kindern beginnt um 10.30 Uhr in St. Johannes ein eigener Gottesdienst, der sich der Prozession anschließt. Nach dem Gottesdienst wird in der Max-Kade-Halle oder, bei schönem Wetter, auf der Wiese das Gemeindefest veranstaltet. Es gibt ein Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Die Musikkapelle Fronrot sorgt für Unterhaltung.

„Fronleichnam ist das Fest, an dem die Christen ihren Glauben öffentlich zeigen. In den Segensgebeten unterwegs bitten sie für das Wohl der Menschen und der Stadt“, heißt es in der Mitteilung. Fronleichnam habe seinen Ursprung in Visionen der Augustinerchorfrau Juliana von Lüttich. 1246 sei das Fest in der Diözese Lüttich eingeführt worden. Die ersten Prozessionen habe es 1273 in Benediktbeuern und 1277 in Köln gegeben.