Schwäbisch Hall Prozess wegen Vergewaltigung geht weiter

Schwäbisch Hall / BUF 07.11.2014
Hat er seine Ex-Freundin vergewaltigt oder einvernehmlich mit ihr geschlafen? Das ist der Kern des Prozesses gegen einen 23-Jährigen in Hall.

Am zweiten Prozesstag wurden vier Zeugen gehört. Die Schwester der Nebenklägerin berichtete von deren Angstzuständen, die sich nach dem fraglichen Tattag am 14. Juni 2013 im Schlaf geäußert hätten. "Sie schrie mitten in der Nacht." Zwei ehemalige Nachbarn des Angeklagten und seiner Ex-Freundin erzählten von regelmäßigen Streitereien, Geschrei und Gepolter aus der Wohnung über ihnen. Der Gynäkologe, der die Nebenklägerin am selben Tag untersucht hat, an dem es zur Vergewaltigung gekommen sein soll, rezitierte seinen medizinischen Bericht von damals: "Nichts hat auf eine Gewalteinwirkung hingedeutet", sagte er, schränkte jedoch ein: "Eine Vergewaltigung muss nicht zwingend Spuren hinterlassen." Verteidiger Ralf Köhler beantragte, einen Rechtsmediziner für die Klärung zu laden. Richter Dr. Wolfgang Amendt kündigte an, bei rechtsmedizinischen Instituten in Ulm und Tübingen anzufragen. Der öffentliche Prozess wird am Mittwoch, 12. November, um 8.45 Uhr fortgeführt.

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