"Als Radfahrer hat man es in Hall nicht besondersleicht", heißt es auf der Internet-Ankündigungsseite der Radler, die am Freitag, 26. Juni, in großer Gruppe durch die Stadt radeln wollen. Dies ist ein privater Zusammenschluss von Bürgern, einen offiziellen Veranstalter der Radfahrt gibt es nicht.

"Critical Mass": Bewegung auch in Hall angekommen

Sie findet aber im Rahmen einer Bewegung statt, die sich "Critical Mass" - kritische Masse - nennt. Dies sei eine weltweite Bewegung. Dabei treffen sich laut der Ankündigung im Internet mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer (hauptsächlich Radfahrer) scheinbar zufällig und unorganisiert, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Fahrten durch Innenstädte auf den Radverkehr als Form des Individualverkehrs aufmerksam zu machen. Mit dem "Druck der Straße" sollten mehr Rechte für Radfahrer, eine bessere Infrastruktur und mehr Platz eingefordert werden, so die Radlerinitiative.

Weiter heißt es in der Ankündigung der "Critical Mass"-Fahrt, dass es in Hall kaum Radwege gebe. "Meistens ist lediglich der Bürgersteig für Radler freigegeben (was auch rege genutzt wird). Auf den Hauptstraßen herrscht meistens starker Verkehr. Und Radfahrer werden oftmals nicht als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wahrgenommen. Im Verband - der kritischen Masse - können wir entspannt und sicher auf den Straßen fahren und unseren Platz auf den Verkehrswegen einfordern", so die Radlerinitiative.

"Critical Mass" gebe es in vielen deutschen Städten. Die kritische Masse sei erreicht, sobald mindestens 16 Radler gemeinsam unterwegs sind. "Denn dann dürfen sie nebeneinander auf der Fahrbahn fahren und als Block über Ampeln radeln (auch wenn sie für die hinteren schon rot zeigt)", heißt es. Diese Aktionsform könne als "Gegenbewegung zur alltäglichen Blechlawine auf den Straßen Schwäbisch Halls" begriffen werden. Die Gruppe der Radler fährt am 26. Juni einmal durch die Stadt, die genaue Route werde sich "recht spontan" ergeben. Die Fahrtzeit beträgt etwa eine Stunde. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr am Dietrich-Bonhoeffer-Platz/ZOB.