Landkreis Prognose: Bis 2030 Zuwachs bei der Bevölkerung

SWP 17.04.2015
Der Landkreis Schwäbisch Hall wächst nach einer Prognose des Statistischen Landesamts zur Bevölkerungsentwicklung weiter. Zum Stichtag 30. Juni 2014 wohnten 188585 Bürger im Landkreis.

Die Statistiker des Landesamtes haben kürzlich eine Prognose zur Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg veröffentlicht. Betrachtet wurde die Zu- und Abnahme der Bevölkerung in 44 Stadt- und Landkreisen. Der Landkreis Schwäbisch Hall belegt mit einer vorhergesagten Bevölkerungszunahme von 2,3 Prozent in den Jahren 2012 bis 2030 Platz zwei der Stadt- und Landkreise in der Region Heilbronn-Franken. Auf Kreisebene landet der Kreis Hall sogar deutlich auf Platz eins und liegt über der durchschnittlichen Bevölkerungszunahme im Land mit 2,2 Prozent, schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Der demographische Wandel macht aber auch vor dem Kreis nicht Halt. Die Hauptursache liegt im anhaltend niedrigen Geburtenniveau. Frauen haben heute nicht nur weniger Kinder, sie bleiben auch häufig kinderlos. Gleichzeitig steigt die Zahl der Sterbefälle. Auch im Landkreis Hall soll 2015 die Zahl der Geburten (8,6 je 1000 Einwohner) unter der Zahl der Sterbefälle (9,7 je 1000 Einwohner) liegen. Für die Entwicklung der Geburtenzahlen ist aber auch die abnehmende Zahl der potenziellen Eltern entscheidend. Im Jahr 2015 soll der Rückgang von Frauen und Männern im Alter von 25 bis 44 Jahren minus 0,8 Prozent betragen und im Jahr 2030 minus 4,8 Prozent. Die hohen Wanderungsgewinne gleichen derzeit die Geburtendefizite noch aus. Langfristig ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass die Zuwanderung dauerhaft auf hohem Niveau bleibt. Während die jüngeren Bevölkerungsjahrgänge anteilsmäßig abnehmen, nimmt der Anteil der über 60-Jährigen erheblich zu. Somit werden zukünftig die Älteren einen größeren Anteil an der Gesamtbevölkerung ausmachen, während der Anteil der Jüngeren weiter zurückgeht.

"Der Landkreis Hall ist zum Wohnen und Arbeiten so attraktiv, dass immer mehr Menschen zu uns kommen wollen", freut sich Landrat Gerhard Bauer über diese Prognose.