Porto steigt - Schreiben Sie noch Briefe?

KAD 23.11.2013

Handgeschriebene Briefe scheinen bei Frauen sehr beliebt zu sein - Männer setzen eher auf Technik

Uta Friederich-Keitel (67)

Rentnerin aus Rieden

Ich pflege die Kultur des Briefeschreibens. So halte ich Kontakt zu Freunden und Kollegen, verschicke auch Post nach England. Ich nutze Tinte und einen Kalligraphiefüller. Bei mir müssen auch Briefpapier, Umschlag und Briefmarke zusammenpassen. Zwei Cent mehr für Porto zahle ich gerne.

André Reinhardt (17)

Schüler aus Sulzdorf

Vor etwa zehn Jahren hatte ich mal eine Brieffreundschaft mit einem Jungen aus Texas in den USA. Diese besteht immer noch, aber mittlerweile sind wir per Mail in Kontakt. Das ist bequemer und unkomplizierter. Da ich jedoch viele Pakete verschicke, befürchte ich, dass jetzt auch dafür das Porto angehoben wird.

Gabriela Mittner (50)

Kosmetikerin aus Enslingen

Ich schreibe sehr viel - vor allem in meine alte Heimat, die Schweiz. Dort habe ich noch Familie, Freunde und sogar mit Kunden bleibe ich so in Verbindung. Ein Brief ist viel persönlicher als eine Mail. Ich bewahre beispielsweise Liebesbriefe oder Briefe von meinen Eltern auf. Sie berühren mich sehr und es sind schöne Erinnerungen.

Ulrich Hölzer (56)

Kommunikationstechniker aus Hall

Ich verschicke hin und wieder Briefe. Die sind aber nur an Behörden adressiert. Wenn ich an Freunde oder Familie schreibe, dann per Handy oder Mail. Das hat den großen Vorteil, dass man viel schneller miteinander kommunizieren kann. Außerdem ist meine Handschrift schon früher schlecht gewesen.

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