Schwäbisch Hall / Thumilan Selvakumaran Porsche wollte wissen, wie man Menschen zum Stuttgarter Flughafen bringen könnte. Offenbar scheint das gar nicht so unrealistisch. Aber recht teuer.

Wenn auf der Straße nichts mehr geht, und auch der Zug am Hessentaler Bahnhof auf sich warten lässt, dann könnte man in die Luft gehen. Also wortwörtlich abheben – nicht vor lauter Frust, sondern, weil man oben schneller vorankommt. Lufttaxis könnten die Lösung sein – auch für Hall. Ganz so, wie im Science-Fiction-Klassiker „Das fünfte Element“ von Luc Besson (1997). Dort schweben nicht nur Taxis sondern sämtliche Transportmittel über der Stadt.

Manchmal dauert die An- oder Abreise zum Frankfurter Flughafen länger als der eigentliche Flug.

Etliche der heute in Hall diskutierten Probleme würden sich in Luft auflösen: Der Lieferverkehr würde nicht mehr durch die Innenstadt rollen, es gebe keinen Engpass mehr an der Henkersbrücke. Die umstrittene Brücke zum Unterwöhrd müsste definitiv nicht gebaut werden, genauso wie der Millionen Euro teure Weilertunnel, der die Planer weiterhin vor knifflige Aufgaben stellt. Also, ab in die Luft, um den Problemen auf dem Boden auszuweichen. Ganz so Science- Fiction, wie es 1997 im Film noch wirkte, ist es gar nicht mehr. Porsche Consulting hat kürzlich nach eigenen Angaben eine umfangreiche Machbarkeitsstudie zum Einsatz von Lufttaxis abgeschlossen, die auch den Großraum Stuttgart beleuchtet. Untersucht wurde,  ob man mit dem Lufttaxi schneller zum Stuttgarter Flughafen kommt – mit einem positiven Ergebnis. Bereits ab 2025 könnte man einen solchen Service unter anderem ab Schwäbisch Hall realisieren. Der 17-minütige Flug aus der Kocherstadt würde dann zunächst 165 Euro kosten.

Automatischer Betrieb denkbar

Die senkrecht startenden kleinen Viersitzer bräuchten für Start und Landung eine Fläche, die kaum größer sei, als ein regulärer Autoparkplatz. Gregor Grandl, Seniorpartner bei der Managementberatung Porsche Consulting, rechnet damit, dass Lufttaxis nur in der ersten Phase von Piloten gesteuert werden. Später sei ein automatischer Betrieb denkbar.

Dann ist es nicht mehr weit, bis der komplette Verkehr in die Luft geht und Straßen frei werden. Bleibt abzuwarten, was zu erst realisiert wird: der Personen-Drohnen-Verkehr oder das Jahrhundertprojekt Weilertunnel.

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