Mainhardt Polizist erklärt in Mainhardt effektiven Schutz vor Kriminellen

Nach einem Einbruch sichern Polizisten die Spuren. Die Polizeistatistik für unsere Region ist alarmierend. Archivfoto: dpa
Nach einem Einbruch sichern Polizisten die Spuren. Die Polizeistatistik für unsere Region ist alarmierend. Archivfoto: dpa © Foto: SCHWEIKERT_E
SWP 07.05.2015
Kriminalhauptkommissar Rainer Groß vom Polizeipräsidium Aalen hat vor mehr als 40 Mitgliedern des Gewerbevereins "Marketing Mainhardt" über den Einbruchschutz im Landkreis Hall referiert.

Kommissar Rainer Groß verdeutlichte, welche Schwachstellen Einbrecher nutzen können und wie man diese beseitigen kann. Gespannt lauschte das Publikum seinen Ausführungen, die der Beamte durch Beispiele aus der Praxis untermauerte. Anhand mitgebrachter Utensilien und baulicher Gegebenheiten vor Ort verdeutlichte Groß das Vorgehen der Täter. Er führte die Ausnutzung von Schwachstellen vor und erklärte, wie man Maßnahmen ergreifen kann, um diese zu beseitigen. 40 Prozent aller Einbrüche bleiben immerhin erfolglos, so Groß.

In seinem Vortrag ließ der Kriminalhauptkommissar die Kriminalstatistik lebendig werden. Alle dargestellten Beispiele konnte er mit Zahlen belegen. Wobei er stets betonte, dass sich viele Erkenntnisse nur auf 15 Prozent der angezeigten Einbrüche beziehen. So hoch ist nämlich die Aufklärungsquote im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums in Aalen. Bei den unaufgeklärten 85 Prozent aller Wohnungs- und Geschäftseinbrüche gibt es zwar Fakten zum Vorgehen der Täter, also zu den ausgenutzten Schwachstellen, nicht aber zu den Hintergründen oder der Herkunft der Kriminellen. Es wurde deutlich, dass die psychischen Aspekte bei einem vollzogenen Einbruch oft deutlich schwerer wiegen, als die materiellen Schäden.

Das Jahr 2014 war das vierte in Folge mit einer Steigerungsrate bei den Einbrüchen. Vor allem die Wohnungseinbrüche am Tag haben deutlich zugenommen. Vermutlich auch aufgrund dieser Zahlen ist das Interesse an Vor-Ort-Beratungen so hoch, dass man momentan mit Wartezeiten bis zwei Monate rechnen muss, so der Hauptkommissar. Nach über zwei Stunden war Groß mit seinen Ausführungen fertig und hatte alle Fragen beantwortet.

Als Dankeschön überreichte Helmut Fischer vom Verein Marketing Mainhardt, passend zum Thema, einen Korb mit kulinarischen "Räuberspezialitäten" aus dem Mainhardter Wald.