Baugebiet Platz für 45 neue Wohnhäuser in Hößlinsülz

In den Gartenäckern von Hößlinsülz will die Stadt Löwenstein ein 40 Ar großes landwirtschaftliches Grundstück am Ortsrand als Bauland erschließen.
In den Gartenäckern von Hößlinsülz will die Stadt Löwenstein ein 40 Ar großes landwirtschaftliches Grundstück am Ortsrand als Bauland erschließen. © Foto: Gustav Döttling
Löwenstein / Gustav Döttling 14.03.2018

Im November 2017 hat der Gemeinderat den Bebauungsplan für das 3,37 Hektar große Neubaugebiet „Abrundung Hühnerhölzle/Gartenäcker“ in Hößlinsülz aufgestellt. Der vom Ingenieurbüro Matthias Käser aus Untergruppenbach aufgestellte Plan sieht zwischen Tiefenhof und Schützenstraße sowie zwischen Schützenstraße und einem Feldweg im Gewann Gartenäcker 45 neue Bauplätze, hauptsächlich für Einzel- und Doppelhäuser, vor.

Steg soll sich kümmern

Im Bereich Gartenäcker sollen elf Bauplätze entstehen. Für das Gewann Hühnerhölzle sind 34 Bauplätze vorgesehen. Nun hat der Gemeinderat die nächsten Verfahrensschritte eingeleitet. Einstimmig beschlossen die Stadträte die förmliche Umlegung, bildeten einen Umlegungsausschuss und beauftragten die Verwaltung, mit der Steg einen Erschließungsträgervertrag abzuschließen.

Deren Angebot für Projektmanagement bei Bodenordnung und Erschließung beläuft sich auf ein Honorar von knapp 89 000 Euro. Sollte die Steg Grunderwerbskosten und Kostenanteile für Stadtgrundstücke außerhalb des kommunalen Haushalts finanzieren und dazu einen städtebaulichen Vertrag ausarbeiten, würden zusätzlich rund 20 000 Euro Honorar fällig. Besondere Beratungs- und Serviceleistungen würde die Steg bei Bedarf mit einem Stundensatz von 105 Euro in Rechnung stellen.

Roland Klenk, Abteilungsleiter Bauland- und Projektentwicklung bei der Steg in Stuttgart, erläuterte den Stadträten und Zuhörern Umfang und Inhalt des Angebots zur Erschließungsträgerschaft. Der Sitzungssaal war voll.

Verhandlungen mit Eigentümern

Als Projektmanagerin soll Steg-Mitarbeiterin Martina Hofer die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern vor Ort führen. „Ich möchte mit meinen Nachbarn wegen der anfallenden Anliegergebühren keinen Zinn­ober“, sagte Friedrich Herrmann. Der Rentner und Grundstückseigentümer sorgte sich in der Bürgerfragestunde um anfallende Anliegergebühren und die Abwasserentsorgung – wenn zu seinem Grundstück in den Garten­äckern eine Straße gebaut werde. „Ziel ist es, das Baugebiet zügig zu erschließen, aber Sie entscheiden, ob Sie mitmachen. Die Teilnahme an der Erschließung ist freiwillig“, betonte Bürgermeister Klaus Schifferer.

Im Zuge der Erschließung würden Ingenieure die Abwasserkanäle prüfen. Geplant sei ein Trennsystem, damit das Niederschlagswasser das Kanalsystem nicht belaste.

„Unterliegt Ihr Honorar einer Honorarordnung wie bei Architekten?“, wollte Stadtrat Harald Koppenhöfer wissen. Das sei nicht der Fall, erklärte Roland Klenk, das Honorar sei aufgrund der erforderlichen Leistungen individuell für Löwenstein berechnet. „Wir haben mit der Steg zehn Jahre gute Erfahrungen gemacht“, plädierte Bürgermeister Klaus Schifferer dafür, den Erschließungsvertrag wie angeboten abzuschließen.

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