Wohngebiet Peter Klink: „Ausgleich erfolgt“

Das Baugebiet ist längst bezogen, die letzten Öko-Ausgleichsmaßnahmen werden demnächst umgesetzt.
Das Baugebiet ist längst bezogen, die letzten Öko-Ausgleichsmaßnahmen werden demnächst umgesetzt. © Foto: Das Baugebiet ist längst bezogen, die letzten Öko-Ausgleichsmaßnahmen werden demnächst umgesetzt. Foto: tob
tob 06.10.2017
Der letzte Teil der Öko-Auflagen fürs Baugebiet Ziegelhütte soll jetzt umgesetzt werden, versichert die Verwaltung.

Vor zehn Jahren wurde das Baugebiet „Langenfelder Ziegelhütte“ unterhalb der Bausparkassen-Zentrale entwickelt. Wie bei jedem Eingriff in die Natur muss eine Öko-Ausgleichsmaßnahme erfolgen. Dazu wurde ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen Stadtverwaltung und Landratsamt geschlossen: Ein Teil der Renaturierung sollte auf einem Privatgelände im Anschluss an das Baugebiet erfolgen. Doch der Eigentümer aus Vellberg, der namentlich nicht genannt werden will, beteuert gegenüber der Zeitung: Er sei da-
rüber nicht informiert worden, habe sich damals über die Arbeiter gewundert, die auf seinem Gebiet eine Fledermausschneise freilegen wollten. „Die Stadt hat in den vergangenen elf Jahren nicht einmal versucht, mit mir über den Erwerb der Grundstücke zu verhandeln“, schreibt er auf Anfrage in einer E-Mail.

Mittlerweile hat Baubürgermeister Peter Klink den Fall, der vor seiner Zeit in Hall begann, aufgearbeitet. „Es kam öffentlich der falsche Eindruck auf, dass gar kein Ausgleich gemacht wurde“, sagt er. Daher habe auch die Grünen-Fraktion im Gemeinderat nachgehakt. Er kann anhand von Fotos und Plänen aber mehrere Maßnahmen belegen. So wurden die gebietsinternen Auflagen umgesetzt und es wurden im Bereich der Ostumfahrung 25 Obstbäume gepflanzt sowie eine Feldhecke angelegt. Klink hat sich nun mit dem Landratsamt darauf verständigt, wie die zwei kleineren noch ausstehenden Maßnahmen umgesetzt werden. Ein Kauf der Wiese neben dem Baugebiet sei nicht nötig.

Klink lässt durchblicken, dass der Vorgang damals wohl nicht optimal gelaufen sei und die Bauverwaltung derzeit über die Art des Öko-Ausgleichs für zukünftige Baugebiete nachdenke. Er hält es für sinnvoll, die Ökopunkte zu sammeln, um an einer bestimmten Stelle auf einen Rutsch viel für die Natur zu tun, anstatt den Öko-Ausgleich auf viele kleine Flächen zu verteilen.