Neugestaltung Ortsmitte wird aufgewertet

Der Schwanenplatz bleibt unbebaut. Er soll ein Gegenstück zum Hospitalplatz und ebenfalls mit einem überdachten Bereich ausgestattet werden. Eine breite, weitläufige Treppe soll ihn künftig mit dem Rathausplatz verbinden.
Der Schwanenplatz bleibt unbebaut. Er soll ein Gegenstück zum Hospitalplatz und ebenfalls mit einem überdachten Bereich ausgestattet werden. Eine breite, weitläufige Treppe soll ihn künftig mit dem Rathausplatz verbinden. © Foto: Der Schwanenplatz bleibt unbebaut. Er soll ein Gegenstück zum Hospitalplatz und ebenfalls mit einen überdachten Bereich ausgestattet werden. Eine breite weitläufige Treppe soll ihn künftig mit dem Rathausplatz verbinden. Foto: Sigrid Bauer
Obersontheim / Sigrid Bauer 12.08.2017
Anfang 2014 ist das Gasthaus Schwanen in der Obersontheimer Hauptstraße abgerissen worden. Jetzt soll der Platz neu gestaltet werden.

Wenn es nach Bürgermeister Siegfried Trittner gegangen wäre, hätte der Schwanenplatz schon längst ein neues Gesicht bekommen. Aber so schnell wollte der Gemeinderat nicht mitziehen. Aus Kostengründen wollte er das Vorhaben zunächst verschieben. Verwaltungsspitze und Gemeinderat waren sich aber schon im April 2015 einig, dass der Schwanenplatz kein Parkplatz, sondern ein Gegenstück zum Hospitalplatz werden sollte, um die Ortsmitte weiter aufzuwerten. „Wir wollen den Platz öffnen, dann werden auch das Rathaus und das Schloss dahinter besser sichtbar“, argumentierte Bürgermeister Trittner in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Grundlage für die jetzt vorgelegte Planung war ein Entwurf von Architekt Armin May, den das Planungsbüro IP Eissing weiter ausgearbeitet hat.

Der neue Platz soll als Verbindung zum Rathausplatz einen breiten, weitläufigen, allerdings nicht barrierefreien Treppenaufgang bekommen. Das abschüssige Gelände wird demnach in zwei Ebenen unterteilt. Die untere Fläche wird gepflastert und erhält wie der Hospitalplatz gegenüber einen überdachten Bereich.

„Das Backhaus von der Schule hierher umzusetzen, ist leider nicht praktikabel. Wir müssten dazu eine Spezialfirma beauftragen. Das würde bis zu 5000 Euro kosten und trotzdem könnte uns niemand garantieren, dass der Ofen durch den Transport keine Risse bekommt“, erläuterte Trittner den Gemeinderäten. Noch nicht einig war sich das Gremium, ob die Gemeinde dort eine kostenlose E-Bike-Ladestation und freies WLAN zur Verfügung stellen sollte. Eine Ladestation würde rund 3500 Euro kosten, für die es aber vom Land keine Förderung gäbe. Mit WLAN würde die Ladestation auf rund 5000 Euro kommen.

Gemeinderat Gerhard Schacht gab zu bedenken, dass der Platz an keinem Hauptradweg liege. „Was soll ein Radfahrer in der Zwischenzeit machen, während der Akku lädt?“, fragte er.

Auf der zweiten, 90 Zentimeter höheren, begrünten Ebene sollen künftig Sitzbänke zum Verweilen einladen. Nach oben und unten wird das Gefälle mit einer Natursteinmauer abgestützt.

Das Gremium hat der Planung mit einer Kostenkalkulation von 147.000 Euro zugestimmt und die Gemeinde beauftragt, einen Förderantrag an das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zu stellen. Damit könnten 40.000 Euro abgedeckt werden. 100.000 Euro sind bereits im Haushalt für das laufende Jahr eingestellt.

Gleichzeitig stellt die Gemeinde auch einen Antrag zur Förderung aus dem Ausgleichsstock. „Der Zuschuss aus dem Ausgleichstock ist wahrscheinlicher. Baubeginn könnte dann im Herbst 2018 sein“, hofft Bürgermeister Trittner.