Schwäbisch Hall Operationen simulieren

Bei der minimal-invasiven Medizin werden nur kleine Schnitte gemacht, um die Geräte in den Körper einführen zu können. Die Operationen sind besonders komplex und müssen zuvor an Simulatoren geübt werden. Symbolfoto: dpa
Bei der minimal-invasiven Medizin werden nur kleine Schnitte gemacht, um die Geräte in den Körper einführen zu können. Die Operationen sind besonders komplex und müssen zuvor an Simulatoren geübt werden. Symbolfoto: dpa
Schwäbisch Hall / SWP 02.01.2014
Operationen werden komplizierter. Daher sollen Ärzte am Diak im Trainingscenter Eingriffe üben. Ein neuer Simulator wird dafür angeschafft.

Laparoskopische Chirurgie heißt der moderne Bereich der Medizin, in dem unter anderem mithilfe eines optischen Instruments Eingriffe innerhalb der Bauchhöhle vorgenommen werden. Durch die minimal-invasive Chirurgie werden Patienten weniger belastet. Allerdings erfordere die Technik ganz "besondere Fertigkeiten und handwerkliches Geschick", wie Klinik-Geschäftsführer Peter Haun in einem Förderantrag an die Hospitalstiftung schreibt.

Schon seit den 1980er-Jahren können Ärzte am Computer Operationen simulieren. Die Anwendungen waren früher wie ein Computerspiel aufgebaut. Mittlerweile sei die Technik allerdings viel ausgereifter, teilt das Diak mit. Mit dem "Surgical Science Lap Simulator" kann zum Beispiel auch abgebildet werden, wie stark der Widerstand ist, auf den ein Instrument trifft. Der Operateur kann bei der Simulation also fühlen, ob er mit genügend Druck vorgeht. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, die seit dem Mittelalter unter anderem über große Waldflächen verfügt, hat aus dem Überschuss des Jahres 2012 eine einmalige zweckgebundene Rücklage von 250000 Euro gebildet. Von diesem Betrag fließen die 57000 Euro für die Anschaffung des neuen medizinischen Trainingscenters ans Diak. Der Gemeinderat der Stadt Hall hat als Sachwalter der Stiftung in seiner jüngsten Sitzung den Zuschuss einstimmig befürwortet. In einer Sitzungsvorlage heißt es: "Ein solches Trainingscenter erhöht die Attraktivität des Diakonie-Klinikums für den ärztlichen Nachwuchs."

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