Aktionstag Nostalgischer Charme im Freilandmuseum Wackershofen

Thomas Burkart steuert sein Fahrzeug durch die Menschenmenge. Alte Landmaschinen stehen im Mittelpunkt des Geschehens am Aktionstag im Freilandmuseum Wackershofen.
Thomas Burkart steuert sein Fahrzeug durch die Menschenmenge. Alte Landmaschinen stehen im Mittelpunkt des Geschehens am Aktionstag im Freilandmuseum Wackershofen. © Foto: Brigitte Hofmann
Schwäbisch Hall-Wackershofen / Brigitte Hofmann 18.10.2018
Sonniges Wetter, interessante Vorführungen: Die alten Landmaschinen lagen bei den Scharen von fröhlichen Menschen voll im Trend.

So ein Museumsdorf lebt von Aktionen“, bemerkt Matthias Siebert, als er auf seine nächste Gruppe wartet. Seit eineinhalb Jahren führt er Besucher durchs Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen. Die Kombination aus Event, Bildung und Freizeitspaß komme an, weiß er aus Erfahrung.

An vergangenen Sonntag stehen hauptsächlich alte Landmaschinen und Vorführungen in den Mühlen auf dem Programm. Für Simone und Sebastian Schroth aus Kupferzell ist es eine Selbstverständlichkeit, an so einem Aktionstag herzukommen. Weil auch ihre beiden Kinder gern hier seien, sagen sie, und sie Saisonkarten haben. Zur Verschnaufpause finden sich an allen Ecken und Enden Sitzgelegenheiten, meist mit herrlicher Aussicht auf herbstliches Laub und Streuobstwiesen.

An einem Aktionstag wird natürlich feste gearbeitet. „Holz macht drei Mal warm – beim Fällen, Spalten und Verheizen“, versichert Frank Heine, der mit seinem jungen Gehilfen Janik Bäumlisberger die Arbeit im Forst demonstriert. Ein paar Meter weiter machen sich Helmut König und Frieder Greiner an einer beinahe hundert Jahre alten Bandsäge zu schaffen.

Noch mehr Videos mit alten Landmaschinen finden Sie auf dem Instagram-Account des Hohenloher Freilandmuseums.

Gleich daneben sind die schönsten landwirtschaftlichen Vehikel aufgereiht: Fendt, Lanz, Eichner, McCormick. Derweil wird auf dem Ackergelände gepflügt und geeggt, und ein Einachser macht sich auf den Weg zu den Apfelbäumen. Wo was geboten ist, da sind interessierte Beobachter zur Stelle und viele
ganz verzückt davon, für kurze Zeit in die Vergangenheit einzutauchen.

Dass die alten Landmaschinen mit ihrem nostalgischen Charme so große Anziehungskraft ausüben, freut Thomas Burkart. Der Leiter des Technikteams und seine Mannschaft stecken jede Menge Herzblut rein, um alles in Schuss zu halten.

Weiter oben am Berg ist die alte Sägemühle aus Schmidbügel bei Gschwend im Einsatz. Sie wurde im Jahr 1708 gebaut und 1984 nach Wackershofen verfrachtet. 70 Zentimeter Durchmesser hat der Kirschbaumstamm, den Siegfried Siewert und Christian Kaiser zerteilen.

In der Mühle Laun, 1687 in Weipertshofen (Stimpfach) erbaut, verhält es sich anders. Die beiden Wasserräder werden von oben her mit Wasser aus einem kleinen See betrieben und dieses wird wieder zurückgepumpt. Stolz präsentiert Müller Ernst Lay das Ergebnis, während Hartmut Wolf vom Mühlenteam über technische Details aufklärt. Anschauungsunterricht kann hungrig machen. Beim Anblick von Blooz, Bauernbratwürsten, Flachswickel oder frisch gepresstem Apfelsaft fällt Nein sagen besonders schwer. „Alles auf dem Gelände ist schön, man muss es nur entdecken“, diesen Rat gibt Matthias Siebert.

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