Bebauungsplan Neun neue Bauplätze in Neuhütten

Die fehlende wasserrechtliche Genehmigung hat das Bebauungsplanverfahren für die „Abrundung Waldesruh“ ausgebremst. Jetzt soll es zügig weitergehen.
Die fehlende wasserrechtliche Genehmigung hat das Bebauungsplanverfahren für die „Abrundung Waldesruh“ ausgebremst. Jetzt soll es zügig weitergehen. © Foto: Gustav Döttling
Wüstenrot / Gustav Döttling 13.02.2018

Zwei Jahre herrschte in Neuhütten bei der Entwicklung des Bebauungsplans „Abrundung Waldesruh“ Stillstand. Nun hat der Gemeinderat die Anregungen und Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung aus dem Jahr 2016 beraten, abgewogen und den neuen Planentwurf des Büros Matthias Käser aus Unterguppenbach abgesegnet. Die Baulücke am Ortsrand soll jetzt geschlossen werden.

„Die wasserrechtliche Genehmigung für die Beseitigung von Oberflächenwasser im Baugebiet war lange in der Schwebe“, erläuterte Bürgermeister Timo Wolf den Grund für die Verzögerung. Nun werde die Gemeinde ein Retensionsbecken anlegen, um Oberflächenwasser zu puffern und im vorgesehenen Trennsystem abzuleiten. Auf den Grundstücken sei auch die Anlage von Zisternen verpflichtend. Somit sei die wasserrechtliche Genehmigung kein Problem mehr.

Acht der neun Bauplätze, die in dem 61 Ar großen Baugebiet gegenüber dem Gemeindezentrum Arche der evangelischen Täufergemeinde entstehen sollen, sind in kommunaler Hand, ein Grundstück ist in Privatbesitz. „Den ursprünglich als Privatweg vorgesehenen dritten  Erschließungsweg zum hintersten Grundstück werden wir nun zum öffentlichen Wohnweg umwidmen“, erläuterte Planer Ralf Plieninger eine weitere Änderung des Bebauungsplans. Dies sei wegen der Verlegung von Versorgungsleitungen und aus Haftungsgründen notwendig, ergänzte Timo Wolf.

„Man soll solche Filetstücke von Bauplatz nicht ohne Not einschränken“, plädierte Thomas Föll, Mitarbeiter des Büros Käser für eine öffentliche Widmung des Wohnwegs. „Wir beabsichtigen, das Baugebiet mit einem privaten Erschließungsträger zu realisieren“, sagte Wolf. Mit der privaten Grundstückseigentümerin sei man sich darüber einig.

Regionalverband stimmt zu

„Eine positive Stellungnahme hat der Regionalverband Heilbronn-Franken abgegeben, er akzeptiert das Baugebiet zur Abrundung des örtlichen Bedarfs“, betonte Ralf Plieninger. „Wir brauchen dringend neuen Wohnraum, mir liegen von Kaufinteressenten schon zahlreiche Anfragen für diese Bauplätze vor“, gab Wolf bekannt. Nun wird der Bebauungsplan erneut vier Wochen öffentlich ausgelegt und Behörden beteiligt. „Dann wollen wir schnellstmöglich den Plan als Satzung beschließen“, sagte Timo Wolf.