Apropos Neues Nachdenken

Jürgen Stegmaier Stellvertretender Chefredakteur  Schwäbisch Hall
Jürgen Stegmaier Stellvertretender Chefredakteur Schwäbisch Hall © Foto: ht
Schwäbisch Hall / Jürgen Stegmaier 08.09.2018

Die Kaufland-Märkte nehmen 480 Produkte des Unilever-Konzerns aus den Regalen – in den Einkaufstempeln reduziert sich unter anderem die Anzahl der angebotenen Vorspeisen und Desserts. Es gibt keine Knorr-Suppen mehr und auch keine Langnese-Eiscreme. Kaufland gehört wie Lidl zur Schwarz-Gruppe. Weitere Unternehmen vergleichbarer Größe (97 Milliarden Euro Jahresumsatz 2017) hat die Region nicht zu bieten. In Crailsheim und Hall gibt es jeweils zwei Kaufland-Filialen, in Öhringen und Künzelsau je eine.

Warum entscheiden sich die Supermarkt-Manager zu einem solchen Schritt? Weil der niederländisch-britische Konzern Unilever, weltweit einer der größten Hersteller von Verbrauchsgütern, die Preise drastisch erhöht hat. Kaufland hat den Anspruch, seinen Kunden den besten Preis zu bieten.

Den Verbrauchern kann diese Machtprobe zu einem neuen Nachdenken über Einkaufs- und Essgewohnheiten verhelfen. Unilever verkauft auch industriell hergestellte Fertiglebensmittel. Das ist für den Kunden bequem, doch gesunde Ernährung sieht anders aus. Wer schon nicht auf dem Markt oder dem Bauernhof einkaufen will, der findet im Supermarkt auch unverpacktes Gemüse und Obst für die Vor-, Haupt- und Nachspeise.

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