Mainhardt Neuer Wasserturm in Hohenstraßen wird 2016 gebaut

 
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Mainhardt / JOCHEN KORTE 08.10.2015
26 Meter hoch und rund 400 Kubikmeter Fassungsvermögen: Der neue Wasserturm in Hohenstraßen kann zum Wahrzeichen für Mainhardt werden. Eine Besonderheit ist die verglaste Aussichtsplattform.

Der alte Wasserturm ist nur 16 Meter hoch und fasst 100 Kubikmeter. Das alte achteckige Gebäude von 1928 hat ausgedient und muss ersetzt werden. Das Land hat den Förderbedarf anerkannt und übernimmt 80 Prozent der Kosten. "Auf 1,152 Millionen Euro lautet der Förderbescheid", sagte Kämmerer Friedmar Wagenländer. Den Rest der Baukosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro trägt die Gemeinde.

Klaus Gehring vom Untermünkheimer Ingenieurbüro Bürgel, das die Trinkwasserkonzeption für Mainhardt erarbeitet, hat die Pläne für den Turm in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vorgestellt. Der runde Turm bekommt ein angebautes Treppenhaus. Die Stufen und Podeste werden in Betonbauweise ausgeführt. Darüber erfolgt der Zugang zu den Betriebsräumen und der Aussichtsplattform.

"Das ist gut verwirklicht", meinte Gemeinderat Walter Mack. Trotzdem war herauszuhören, dass er dem alten achteckigen Jugendstil-Wasserturm ob seiner besonderen Form etwas nachtrauern wird. Dass das Regierungspräsidium auch die Aussichtsplattform samt Treppenhaus genehmigt habe, freue ihn. "Das sind alles notwendige Betriebsräume", meinte Bürgermeister Damian Komor ergänzend.

Ins Detail ging Udo Kallina. Die Rauchabzugskuppel auf dem Dach des Treppenhauses behage ihm gar nicht. Damit habe er nur schlechte Erfahrungen gemacht. Das sei eine Stelle, die schnell undicht werden könne. Sein Kollege Rüdiger Honold stimmte zu. Auch bei den Fenstern solle man sich auf das Minimum beschränken. Bei der Optik könne man auf farbliche Gestaltung zurückgreifen.

Klaus Gehring sah es ähnlich. Die aus Brandschutzgründen vorgesehene Kuppel solle durch ein sich automatisch öffnendes Fenster ersetzt werden. Gemeinderätin Katja Kopf regte unterdessen an, die Gemeinde an der späteren Gestaltung des Wasserturms zu beteiligen. "Da könnten tolle Sachen rauskommen", meinte sie. Oder man könne ihn als Werbefläche für 5000 Euro vermieten. "Katja, Katja, so wenig . . .", warf Walter Mack ein. Eine Vermietung will Bürgermeister Komor nicht, wie er sagte. "Wir sollten ihn für die Gemeinde nutzen, vielleicht könnte ein Fuxi drauf", führte er aus.

Länger wurde über die Dachform auf dem Turm gesprochen. Ein Flachdach könne Ärger machen, meinte Gemeinderat Fritz Zendler. "Es hat eine leichte Neigung nach innen, das Wasser läuft wie in einen Trichter und wird nach innen abgeführt", verdeutlichte Klaus Gehring.

Ob in der Weihnachtszeit 2016 tatsächlich ein Tannenbaum auf dem elf Meter Außendurchmesser starken Wasserturm thronen wird, bleibt abzuwarten. Diesen Wunsch hatte Udo Kallina.

Die Bauzeit beträgt gut ein Jahr. Der alte Wasserturm wird abgerissen, wenn der neue voll funktionsfähig ist.

Wasserturm

Auftragsvergaben Das Ingenieurbüro Bürgel, das schon mit der Umsetzung der Trinkwasserkonzeption betraut ist und den Förderantrag erstellt hat, ist auch mit den Ingenieurleistungen zur Umsetzung der Projekte beauftragt worden. Abgerechnet wird nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Der Beschluss fiel einstimmig. Die Tragwerksplanung für den neuen Wasserturm geht an das Ingenieurbüro Ulshöfer aus Bad Mergentheim-Edelfingen. Es hatte mit 34510 Euro das günstigste Angebot unterbreitet.

SWP

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