Mainhardt Neuer Chemiesaal ist "voll geil"

Zur Einweihung des neuen Chemiesaals experimentierten Schulleiterin Christine Kuhn und Bürgermeister Damian Komor unter Anleitung von Chemielehrerin Anke Rösch vor dem Gemeinderat mit Magnesium.
Zur Einweihung des neuen Chemiesaals experimentierten Schulleiterin Christine Kuhn und Bürgermeister Damian Komor unter Anleitung von Chemielehrerin Anke Rösch vor dem Gemeinderat mit Magnesium. © Foto: Gustav Döttling
Mainhardt / GUSTAV DÖTTLING 25.11.2014
Der neue Chemiesaal und ein Musikraum der Mainhardter Helmut-Rau-Schule sind fertig und werden seit einigen Wochen von den Schülern der Klassen fünf bis zehn mit großer Begeisterung genutzt.

Von der gelungenen 150000 Euro teuren Sanierung des naturwissenschaftlichen Lehrraums und der Modernisierung des Musiksaals und weiterer vier Klassenräume überzeugten sich die Mainhardter Gemeinderäte vor ihrer jüngsten Sitzung.

Die beiden Magnesiumstreifen, die Schulleiterin Christine Kuhn und Bürgermeister Damian Komor unter der Anleitung von Chemielehrerin Anke Rösch mit dem Bunsenbrenner bei einem Experiment zur offiziellen Übergabe des Raumes entzünden, verbrennen in einem gellen weißen Licht. Mit einem Reagenzglas Rotkäppchen-Sekt stoßen die Gemeinderäte mit Bürgermeister und der Schulleitung auf die Modernisierung an. "Wir konnten die Kosten mit 150000 Euro dank des Einsatzes unseres Bauhofs bei einigen Punkten der Renovierung geringer als ursprünglich gedacht halten", erklärte der Bürgermeister.

Rund 35000 Euro habe die Gemeinde dadurch gespart. 93000 Euro habe das Deckensystem mit den verschiedenen Anschlüssen für Strom und Gase gekostet, das die Firma "Hohenloher Schulmöbel und Laboreinrichtungen, Schaffitzel GmbH & Co. KG" geliefert hat.

"Voll geil", würden die Schüler den neuen Chemiesaal finden, sagt Anke Rösch, stellvertretende Schulleiterin und Chemielehrerin. Das teuerste sei die Entlüftung, die permanent in Betrieb sei, gewesen. Auch ein neuer mobiler Abzug gehört zur Ausstattung.

Der neue Chemiesaal verfügt über ein digitales Smartboard, das künftig die Tafel ersetzen wird, und in Kombination mit dem Laptop-Computer vielfältig einsetzbar ist. Vor der "Einweihung" des Chemiesaals überzeugten sich die Gemeinderäte von der gelungenen Umgestaltung des Musiksaals. 10000 Euro hat die Kommune in ein neues digitales Smartboard und ein modernes, flexibles Möbelsystem für die Schüler- und Lehrerarbeitsplätze investiert. Mit diesen Möbeln können wir je nach Bedarf sowohl das Lernen an Einzelplätzen als auch in Lerngruppen gestalten", erläutert Christine Kuhn. Auch die bunten Möbel mit Hockies, bunten Hockern für rückenfreundliches Sitzen und organisch geformten Tischen in einem der vier neu möblierten Klassenzimmer, gefallen dem Ratsgremium. "Das ist die Zukunft, das ist der Weg, wie wir unsere Schule Zug um Zug modernisieren wollen", erklärt Christine Kuhn.

"Wie machen wir die Schule behindertengerecht", fragt Tilman Schoch nach dem Umtrunk im Chemiesaal. Eltern wollten die Inklusion, darauf müsse sich Mainhardt einstellen. "Wir können nicht auf alle Behinderungen eingehen", meint die Schulleiterin.

Klar sei, dass man im Zuge der Modernisierung einen Aufzug einbauen und behindertengerechte Toiletten schaffen müsse, erklärt Damian Komor. "Eltern und die Schule müssen Kompromisse schließen." Dieser Überzeugung ist Udo Kalina. "Über wie viele PCs verfügt die Schule", wollte Kalina wissen. Er habe gelesen, dass dieses Medium immer wichtiger werde. Wir haben in den Computerräumen und in den Klassenzimmern rund 100 Computer, damit sind wir gut ausgestattet, ist Christine Kuhn zufrieden.

Zur Zeit erarbeiten Schulleitung und Verwaltung ein Konzept über die räumliche Weiterentwicklung der Helmut-Rau-Schule. Für die Modernisierung stehen 250000 Euro im Haushaltsplan 2014, davon 150000 Euro für den Chemieraum und 100000 Euro Unterhaltungsmittel im Verwaltungshaushalt. Für 2015 und 2016 sind es je 50000 Euro im Vermögenshaushalt und 50000 Euro im Verwaltungshaushalt.

"Wenn die Konzeption zur räumlichen Entwicklung der Schule vorliegt, werden diese Beträge sicherlich erhöht werden müssen", glaubt Kämmerer Friedmar Wagenknecht.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel