Kreisausschuss Neue Einnahmen gesucht

Schwäbisch Hall / Marcus Haas 04.07.2018
Leiter Heinz Kastenholz hat im Umwelt- und Technikausschuss über die Arbeit des Energiezentrums Wolpertshausen berichtet.

Kastenholz erläutert Projekte des Energiezentrums Wolpertshausen und veranschaulicht Veränderungen im Energiemix für die Jahre 2016 und 2017. Eine große Herausforderung ergibt sich durch das Klimaschutzziel des Kreistags aus dem Jahr 2006: Die im Landkreis Schwäbisch Hall benötigte Energie soll zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen fließen. Kastenholz macht im Energiebericht deutlich, dass der Kreis auf einem guten Weg ist. Ende 2017 lag der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bei rund 98 Prozent.

„Die Energiechecks kommen bei den Bürgern gut an“, lobt Ute Zoll (CDU). Das Energiezentrum hat nicht nur vier Beratungsstellen im Landkreis, sondern Mitarbeiter sind auch unterwegs, bieten Energiechecks in Wohnungen an, um Einsparpotenziale zu erkennen.

Grundfinanzierung fällt weg

Haupteinnahmequelle der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) des Landkreises Schwäbisch Hall beziehungsweise des Energiezentrums sind derzeit noch Fotovoltaikanlagen. „2025 fallen die ersten Anlagen aus der EEG-Vergütung“, sagt Kastenholz in seinem Ausblick. Damit beginnt die Grundfinanzierung der WfG wegzubrechen, die bislang vor allem aus Erlösen der Einspeisevergütung bestand. Jahr für Jahr werden die Einnahmen sinken, bis sie schließlich 2032 komplett versiegen.

„Die Windkraftbeteiligung gestaltet sich schwierig“, macht Kastenholz zu einer möglichen Anschlussfinanzierung deutlich. „Schade, dass diese Entwicklung versäumt wurde, denn die zeigt steil nach oben“, kommentiert Daniel Kießecker (Grüne/ÖDP). Der Kreisrat fragt nach, ob nach 2025 eine Genossenschaft gegründet werde, um Strom gemeinsam zu vermarkten und das Projekt gemeinschaftlich auf den Weg zu bringen. „Deshalb ist die WfG bereits Mitglied bei Regionalstrom Franken geworden“, antwortet Kastenholz. Friedrich Zahn (Grüne/ÖDP) sagt zur Windenergie, dass der ländliche Raum auch für die Versorgung der Ballungsräume verantwortlich sei. Dafür fehle es an Bewusstsein.

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