Mainhardt Neue Disziplin bringt frischen Wind

Beim ersten Neunmeterschießen in der Geschichte des Bubenorbiser Dorfturniers hatten Zuschauer und Teilnehmer viel Spaß.
Beim ersten Neunmeterschießen in der Geschichte des Bubenorbiser Dorfturniers hatten Zuschauer und Teilnehmer viel Spaß. © Foto: Gustav Döttling
Mainhardt / Gustav Döttling 24.07.2018
Das Neunmeterschießen begeistert bei der Traditionsveranstaltung der Sportfreunde Bubenorbis Jung und Alt.

Neben dem Maifest des Männergesangvereins und „Rock am Hang“ des Jugendclubs Old House ist das Dorfturnier das wichtigste gesellschaftliche Ereignis der Dorfgemeinschaft von Mainhardt-Bubenorbis. Wenn samstags und sonntags beim traditionellen Dorfturnier der Sportfreunde Bubenorbis am Egelsee der Ball rollt, ist der ganze Mainhardter Ortsteil auf den Beinen. Am Samstagabend begeistert das erstmals ausgetragene Neun-Meter-Turnier Teilnehmer und Zuschauer.

Den Wanderpokal, geschmiedet aus Hufeisen von Mario Helbig, halten als Premieren-Sieger nach spannendem Turnierverlauf die Slow-Pitch-Pussies, Volleyballer aus Geißelhardt, in Händen. Nach 17 erfolglosen Jahren trägt sich bei der 26. Auflage des Traditionskicks am Sonntag das Team Unterdorf mit Mannschaftsführer Timo Hannemann wieder in die Siegerliste ein. Im Modus jeder gegen jeden hat das „Unterdorf“ durch ein spannendes 1:1 im letzten Spiel knapp die Nase vor der Mannschaft „Kübelrain“ vorn. „Bei uns dürfen nur Mannschaften mitmachen, deren Spieler oder ihre Eltern in Bubenorbis oder Maibach wohnen oder gewohnt haben“, nennt Hubert Krauth, 1. Vorsitzender der Sportfreunde Bubenorbis 07, das wichtigste Teilnahmekriterium.

Fantasievolle Namen

Beim sonntäglichen Fußballturnier auf dem Kleinspielfeld spielen im Modus sechs gegen sechs Straßenzüge gegeneinander. Mindestens 14 Jahre alt muss ein Spieler sein. Beim Neunmeterschießen am Samstag bilden sich dagegen bunt gemischte Teams mit fantasievollen Namen wie „Turbo-Schnecken“, „S’lag am Platz“, „Sportfreunde Chiller“, „Torschusspanik“ oder „FC Wadenkrampf“.

Frauenbonus beim Shoot-out

„Heute sind wir ausnahmsweise Gegner“, sagt Cornelia Krauth, die Ehefrau des Sportfreunde-Vorsitzenden, und lacht. Sie tritt beim Shoot-out vom Siebenmeterpunkt, wie es der Frauenbonus vorsieht, für das Team „Torschusspanik“ an. Der Gatte schießt für „S’lag am Platz“ vom Neunmeterpunkt. Tobias Bauer schnürt für das Team Maibach die Fußballschuhe. „Die neue Disziplin ist eine geniale Idee, die viel Spaß garantiert“, meint der Torwart. Dann ruft auch schon Turnierleiter Joachim Stutz die zwölf teilnehmenden Mannschaften auf den Platz und erklärt die Regeln. Mit 3:2 behält im ersten Duell Ur-Maibach die Oberhand gegen den FC Wadenkrampf. „Wer bei uns verschießt, zahlt eine Runde“, schlägt Patrick Lang von der freiwilligen Feuerwehr vor. Dann jubelt das Frauenteam „Turboschnecken“: Mit 2:1 schicken sie den Männergesangverein vom Platz. Die Mitspieler und zahlreiche Fans am Spielfeldrand bejubeln stürmisch jeden Treffer oder gehaltenen Ball.

Am Abend sorgt das Duo Lenz-Brothers auf seiner Lkw-Anhängerbühne mit Folkmusik für „eine geniale Stimmung“, wie Hubert Krauth am Sonntag berichtet. Bald nach dem gut besuchten Zeltgottesdienst mit Pfarrer Matthias Herrmann duftet es aus der Grillhütte verführerisch nach Steaks, Grillwürsten und Burgern. Im Kuchenpavillon liefern die Sportfreunde-Frauen 22 gespendete Kuchen an. „Das ist ein Muss, zu diesem Event kommen alle, da bleibt zu Hause die Küche kalt“, sagt Sylvia Kübler aus Maibach. „Wir sind jedes Jahr dabei, eine ganz tolle Atmosphäre, familiär und freundschaftlich“, lobt Marc Kochendörfer aus Michelbach.

„Sieger der Herzen“ darf jubeln

Im ersten Spiel des Tages stehen sich Kübelrain und das Oberdorf gegenüber. „Unser letzter Sieg liegt lange zurück, aber wir sind immer die Sieger der Herzen“, sagen Jennifer Hannemann und Sira Noller vom Unterdorf-Fanclub. Am Abend jubeln sie mit ihrem Team über den Turniersieg. Den dritten Platz hinter dem Team „Küberlrain“ belegt das Team „Maibach“, danach folgen das „Dream Team“ und das „Team Oberdorf“.

In der Mittagspause begeistern die Kinder- und Jugendtanzgruppen der Sportfreunde die zahlreichen Besucher mit ihren Auftritten. „Der Reiz des Turniers ist, dass Menschen aus allen Straßen und aus anderen Orten kommen, weil deren Eltern in Bubenorbis gewohnt haben“, erklärt Walter Vogelmann.

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