Schwäbisch Hall Neubau auf dem Unterwöhrd als transparente Skulptur

Schwäbisch Hall / Marcus Haas 07.10.2015
"Das ist einmalig. So etwas hat bislang kein anderes Theater“, sagt Dr. Alexander Beck. Der Architekt hat gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Armin Hauenstein einen Impuls für einen Neubau entwickelt – einen Stahlbetonskelettbau mit einer Fassade aus Glas (mindestens 50 Prozent) und Holz. Das Besondere daran: Wenn sich im Herbst und Winter das Leben aus den Gassen langsam zurückzieht, dann bleibe das Theater in dem Neubau nach außen sichtbar. Menschen sehen demnach das Schauspiel auf der Bühne in der hell erleuchteten Skulptur auf dem Unterwöhrd.

Vorgesehener Standort für den Neubau: mitten auf dem Unterwöhrd, also verschoben vom derzeitigen Platz des Globe-Theaters, damit parallel zum Bau weiter Theaterspiel möglich ist. Dabei sollen Teile des Unterwöhrds noch stärker zu einem Stadtpark werden. „In der Bilanz sind es mehr Bäume als vorher“, sagt Beck. Derzeit werde ein Bestandsplan aller Bäume erarbeitet. Der Gedanke: Theater in Hall noch besser an die Stadt anbinden und zu einem Gesamterlebnis auch für überregionale Besucher machen. Mit dem skulpturalen Ansatz werde das Globe-Theater nicht nachgebaut, aber die Idee aus dem Innenbereich bleibe erhalten – das Publikum bekomme ganz nah an den Schauspielern ein intensives und ganzjähriges Theatererlebnis mit freier Sicht, da Stützen in der Stahlbetonkonstruktion verschwinden würden. Das passe zum Leitbild von der Kulturstadt Schwäbisch Hall mit den großen Pluspunkten in Architektur und Städtebau.
 
Das Konzept auf einen Blick
Zweigeschossiger Stahlbetonskelettbau mit einer Glas-Holz-Fassade
Erdgeschoss bietet Platz für Nebenräume 
Glasanteil mindestens 50 Prozent plus Holzlamellen Durchsichtigkeit
Ausmaße: rund 60 Zentimeter höher und etwas länger als das bestehende Globe-Theater
Zu 80 Prozent öffenbares Dach
 
 
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