Stuttgart Neckarsulmer Bechtle AG wächst erheblich - Klares Bekenntnis zu Gaildorf

Stuttgart / JÜRGEN STEGMAIER 19.03.2014
Kerzengerade und allein sitzt Thomas Olemotz am Tisch. Das Wort "phantastisch" gebraucht der Vorstandsvorsitzende der Bechtle AG oft. Der IT-Dienstleister steigerte 2013 Umsatz, Gewinn und Cashflow erheblich.

Wesentliche Teile der Buchhaltung des IT-Dienstleisters Bechtle sind in Gaildorf angesiedelt. Gesteuert wird der Konzern mit weit über 100 Tochtergesellschaften in 14 Ländern aber von Neckarsulm aus. Über die Distanz lasse sich ein kritischer Blick erhalten auf operative Themen, sagt Olemotz. Diese räumliche Trennung funktioniere sehr gut. "Dass der Finanzbereich von außen draufschaut, kann gut sein. Es gibt keine Überlegungen, daran etwas zu ändern", so der Vorstandsvorsitzende bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz in Stuttgart.

Das Kerngeschäft von Bechtle umfasst den Handel mit PCs, Monitoren, Druckern, Software und Netzwerken für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber sowie die Beratung, Planung, Einrichtung, Installation und den Betrieb der Geräte. Wachstumstreiber war 2013 das Software-Geschäft, der Hardware-Bereich dagegen stand unter Druck.

Nach einem Wachstum von rund 5 Prozent im ersten Halbjahr 2013 hob die Entwicklung des Umsatzes im dritten und vierten Quartal mit jeweils mehr als 11 Prozent geradezu ab. "Das Investitionsverhalten in vielen Unternehmen zog an, die Handbremse wurde gelöst", so Olemotz. Die Schulden- und Finanzkrise habe ab Sommer keine Rolle mehr gespielt. Die Gesellschaft kündigte eine Erhöhung der Dividende von 1 Euro je Aktie auf 1,10 Euro an. Abstimmen muss darüber die Hauptversammlung am 5. Juni. Im Jahr 2014 will das Unternehmen, in dem möglicherweise ab der Hauptversammlung Bausparkassen-Chef Matthias Metz Aufsichtsratsvorsitzender sein wird, weitere Marktanteile gewinnen. "Auch gegenüber dem Vorjahr wollen wir deutlich zulegen", so Olemotz vor rund einem Dutzend Journalisten.