Schwäbisch Hall Nationalgalerie der Staatlichen Museen gastiert 2014 in Kunsthalle Würth

Ein Ausschnitt der Mitteltafel des Falkensteiner Altars - die neueste Attraktion in der Haller Johanniterkirche.
Ein Ausschnitt der Mitteltafel des Falkensteiner Altars - die neueste Attraktion in der Haller Johanniterkirche.
Schwäbisch Hall / BETTINA LOBER 22.11.2013
Das umtriebige Kunstjahr bei Würth geht langsam zu Ende. Erwartungsfroh blicken Kunsthallendirektorin Sylvia Weber und ihre Mitstreiter auf 2014: Ab Mai ist die Nationalgalerie mit Werken Klassischer Moderne zu Gast.

Auf den Tag genau fünf Jahre ist es her, dass die rundum sanierte Johanniterkirche eröffnet wurde: Seit dem 22. November 2008 bietet sie den Alten Meistern in der Sammlung Würth eine neue Heimat. Jüngster Zuzug ist der Falkensteiner Altar des Meisters von Meßkirch. Rund 50000 Besucher seien bislang in diesem Jahr in der Johanniterkirche gezählt worden, berichtet Kunsthallendirektorin Sylvia Weber. In der Kunsthalle Würth, wo die Ausstellung "Menagerie - Tierschau aus der Sammlung Würth" derzeit vor allem auch Familien anspreche, seien heuer bisher 113000 Gäste gezählt worden.

Ab heute, Freitag, werden im Adolf-Würth-Saal peruanische Krippen aus der Sammlung Carmen Würth aufgebaut. Von 26. November bis 6. Januar wird es dort weihnachtlich. Zudem arbeiten Weber und ihr Team am nächsten Ausstellungsprojekt in der Kunsthalle Würth: Unter dem Titel "Moderne Zeiten" sollen ab 23. Mai 2014 bis 1. Mai 2015 knapp 200 Hauptwerke der Klassischen Moderne (1900 - 1940) aus der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin gezeigt werden. Die Schau beruhe auf einer Sammlungspräsentation von 2010 und 2011 in der Neuen Nationalgalerie. In Hall sind dann ab Mai Werke zu sehen von Edvard Munch, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Otto Dix und anderen. Vor allem Leihgaben - aber ergänzt mit Werken aus der Sammlung Würth, betont Weber. Beate Elsen-Schwedler, stellvertretende Museumsleiterin, verspricht "Wiederentdeckungen" und "Hochkarätigstes". Sie empfiehlt die Lektüre von Erich Kästner, von Döblins "Berlin Alexanderplatz" und Heinrich Manns "Professor Unrat", um sich auf die Ausstellung einzustimmen. Mit der Schau werde nach "Kreis Kugel Kosmos" (2007) und Riemenschneider-Arbeiten in der Johanniterkirche (2011) erneut eine Brücke nach Berlin geschlagen.

Zudem wolle man 2014 das Programm der Kunstvermittlung weiterentwickeln. So könnten neben vielfältigen Führungen für Kinder, Schulklassen oder Senioren auch Erzählrunden etabliert werden, die sich beispielsweise mit jener Zeit befassen, in denen die Exponate entstanden.

Klar ist, dass die Museumspädagogik Platz benötigt. Inzwischen ist das Areal zwischen Kunsthalle und Langer Straße im Besitz des Würth-Konzerns. Kurzfristig werde es aber keine Veränderungen geben, "die Umbauplanung ist erst mittelfristig im Programm", sagt Sylvia Weber.

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