Stromleitung Nächste Projektphase eingeleitet

Landkreis / swp 20.08.2018
Netze BW reicht den Antrag zum Raumordnungsverfahren beim RP Stuttgart ein und favorisiert zwei Korridore.

Der Stromnetzbetreiber Netze BW hat am Freitag den Antrag zum Raumordnungsverfahren für die geplante 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen Kupferzell und Rot am See beim Regierungspräsidium (RP) Stuttgart eingereicht. Ziel des Verfahrens sei die Ermittlung und Bewertung möglichst raum- und umweltverträglicher Korridore, in denen die Leitung verlaufen könnte, und das bereits bestehende Umspannwerk in Kupferzell mit einem geplanten Umspannwerk im Bereich Rot am See zu verbinden, heißt es in einer Mitteilung. Ein Korridor habe eine durchschnittliche Breite von etwa 300 bis 600 Metern.

Im Antrag stellt Netze BW die Ergebnisse der Untersuchung von insgesamt 16 Korridoren und zwei großräumigen Varianten dar. Neben den Ergebnissen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung fließen in die Bewertung der Korridore auch die Einhaltung größtmöglicher Abstände zur Wohnbebauung, Belange des Natur- und Artenschutzes, aber auch militärische Nutzungen ein.

Das zentrale Ergebnis der Untersuchungen sind zwei Korridore, die Netze B W nun favorisiert: den kombinierten Erdkabel-/Freileitungskorridor E2 und den Freileitungskorridor F3. Der (kombinierte) Erdkabel-/Freileitungskorridor E2 wird vom Umspannwerk in Kupferzell zunächst als Freileitungskorridor in Bündelung zur bestehenden Freileitung Richtung Braunsbach-Orlach geführt. Von dort verläuft der Erdkabelkorridor nördlich von Nesselbach, Binselberg, Michelbach an der Heide und Gerabronn vorbei. Der Korridor führt dann von dort aus südlich von Amlishagen und nördlich von Rückershagen weiter zum geplanten Umspannwerk im Raum Rot am See.

Korridor F3 sieht eine Bündelung zur bestehenden Freileitung von Kupferzell bis Braunsbach-Orlach vor. In diesem Abschnitt kommt wird der Kochers südlich von Döttingen überquert. Anschließend knickt der Korridor nach Osten in Richtung Bächlingen ab, umgeht Michelbach und den Siedlungskern von Gerabronn südlich. Die Brettachquerung erfolgt beim Stausee südöstlich von Rückertshagen. Von dort führt der Korridor weiter zum Zielpunkt nach Rot am See-Lenkerstetten.

Das Regierungspräsidium prüft nun die Antragsunterlagen und wird dann das Raumordnungsverfahren förmlich einleiten. Darin wird der Antrag in den potenziell betroffenen Gemeinden ausgelegt und kann öffentlich eingesehen werden.

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