Landkreis Nach Einbrüchen in Putenställe: Bauernverband verurteilt Taten

Landkreis / SWP 19.05.2015
Nach den beiden Einbrüchen in Putenbetriebe in Leutenbach und Ilshofen hat der Bauernverband mehr Sicherheit für Landwirte eingefordert.

"Die Grenze ist erreicht, Stalleinbrüche sind in keiner Weise tolerierbar", heißt es in einer Pressemitteilung des Bauernverbands Hall-Hohenlohe-Rems. In zwei Putenbetrieben in Leutenbach und in Ilshofen war in der vergangenen Woche eingebrochen worden. Ein Landwirt wurde verletzt, 250 Tiere durch die von den Einbrechern erzeugte Panik in den Tod getrieben. Bereits in den Wochen davor hätten weitere Einbrüche von "Tierschützern" in drei schweinehaltende Betriebe im Kreis Schwäbisch Hall stattgefunden, heißt es weiter.

"Einbrecher haben in den Ställen unserer Bauern nicht zu suchen. Wir fordern den entschiedenen Schutz des Rechtsstaates für unsere Bauern", so Klaus Mugele, Vorsitzender des Bauernverbandes Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems, der voller Unverständnis auf die zwischenzeitlich zahlreichen Einbrüche in Mitgliedsbetriebe reagiert.

Er kann die Haltung der Tierschutzbeauftragten der Landesregierung, Cornelie Jäger, nicht nachvollziehen. Diese habe im Interview mit der Südwestpresse das Anfertigen von Bildern und Videos von eventuellen Missständen öffentlich gebilligt und wolle den Einbrechern "hehre Ansichten" zugestehen.

"Es ist ganz einfach: Wir erwarten eine klare Position der Politik und klare gesetzliche Regelungen, die diesen kriminellen Markt unterbinden und nicht Verständnis für illegale Machenschaften", so Mugele.

Nächtlicher Kampf auf Putenfarm in Ilshofen - In Leutenbach sterben 250 Tiere

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