Verkehr Motorlärm ärgert Bewohner Mainhardter Teilorte

Ein Sachverständiger der Polizei untersucht bei einer Kontrolle den Auspuff eines Motorrads.
Ein Sachverständiger der Polizei untersucht bei einer Kontrolle den Auspuff eines Motorrads. © Foto: dpa
Mainhardt / Gustav Döttling 13.07.2018
Der Gemeinderat Mainhardt beklagt fehlende Geschwindigkeitskontrollen von Motorrädern am Wochenende.

Der Krach ist ja nicht mehr auszuhalten, darunter leidet die ganze Bevölkerung, da muss sich schnellstens was ändern“, fordert CDU-Gemeinderat Walter Mack. Was den Mainhardter Bürgervertreter auf die Palme bringt, sind rücksichtslose Motorradfahrer. Die beschleunigen insbesondere an den Wochenenden auf der B 14 und der B 39 zwischen den Mainhardter Ortsteilen Hohenstraßen und Ammertsweiler auf dem Weg zur Löwensteiner Platte ihre Maschinen schon in den Ortschaften hemmungslos.

Oft gefährden die Raser auf zwei Rädern mit rücksichtslosen Überholmanövern sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. „Warum gibt es an den Wochenenden keine Geschwindigkeits- und Verkehrskontrollen?“, fragt Mack. Die Bürger fühlten sich von Polizei und Landkreis im Stich gelassen. „Ich werde ihre Beschwerde im Kreistag anbringen“, versprach Bürgermeister Damian Komor. „Es ist bestimmt kein Fehler, dieses Problem im Kreistag anzubringen und den Personalmangel bei der Polizei anzusprechen“, meinte Katja Kopf (UWV).

Für Kontrollen an Samstagen und Sonntagen solle die Polizei Personal aufbauen. „Unsere CDU-Initiative im Kreistag für mehr stationäre Blitzanlagen wurde ja mehrheitlich abgelehnt, das fällt in die Zuständigkeit des Landkreises“, verwies Komor auf eine aktuelle Kreistagsentscheidung. „Es kann ja nicht sein, dass der Landkreis hier nichts macht, wenn Bürger belästigt und gefährdet werden“, sagte Walter Mack. Er verstehe die Welt nicht mehr, dass Geschwindigkeitskontrollen an Samstagen und Sonntagen nicht möglich sind. „Es sind ja nicht alle Motorradfahrer, auffällig sind ja nur sieben Prozent“, stellte Heiko Feger (CDU) fest. „Wenn man weiß, man wird zur Rechenschaft gezogen, dann ist schnell Ruhe“, ist Fritz Zendler überzeugt. „Wir machen ­Lärmmessungen, noch wichtiger ist, dass wir dann Maßnahmen ­ergreifen“, sagte Bürgermeister Damian Komor. Die Verwaltung werde ­dranbleiben, um die Belästigung der Anwohner zu beseitigen.

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