Die langjährige Familienrichterin des Haller Amtsgerichts, Monika Jörg-Unfried, geht Ende Mai 2020 in den Ruhestand. Laut Mitteilung des Amtsgerichts händigte ihr Direktor Dr. Bodo Mezger, die Ruhestandsurkunde aus, mit welcher der Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, für die dem Land geleisteten treuen Dienste Dank und Anerkennung ausspricht.

Jörg-Unfried studierte an der Universität Tübingen Rechtswissenschaften. Nach dem abgelegten zweiten Staatsexamen trat sie 1984 in den höheren Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein. Sie war zunächst als Staatsanwältin, Zivilrichterin und Strafrichterin in Stuttgart, danach als Jugendrichterin und Vorsitzende des Schöffengerichts am Amtsgericht Geislingen tätig.
Zum Jahresanfang 1996 trat Monika Jörg-Unfried, die als Stadt- und Kreisrätin auch kommunalpolitisch aktiv ist, ihren Richterdienst beim Amtsgericht Schwäbisch Hall an. Zunächst als Strafrichterin tätig, wechselte sie ab 1997 in die Familienabteilung des Gerichts, dessen Rechtsprechung sie mehr als zwanzig Jahre wesentlich mitgestaltete. Zudem engagierte sich Jörg-Unfried lange Jahre als Vertreterin der Rechtspflege im Jugendhilfeausschuss des Landkreises.
Die Entscheidungen, die Monika Jörg-Unfried als Familienrichterin zu treffen hatte, waren laut Mitteilung des Amtsgerichts für die Parteien oft existentiell, etwa wenn es um das Sorgerecht für ein Kind ging. Ausgestattet mit großer Fachkunde, breiter Lebenserfahrung und tiefem Gerechtigkeitsempfinden vermittelte die ebenso besonnene wie charakterfeste Richterin in emotionalen Konfliktsituationen. Bei der Anwaltschaft, allen Angehörigen des Amtsgerichts sowie der rechtsuchenden Bevölkerung im Bezirk genießt Jörg-Unfried höchste Wertschätzung.
Die durch den Weggang von Richterin Jörg-Unfried freigewordene Teilzeitstelle wird durch gerichtsinterne Aufstockungen und Umstrukturierungen nahtlos neu besetzt werden.

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